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Praxisrelevanz
Allerberger F et al.
Update Reisediarrhö

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2008; 6 (4): 7-10

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Die Reisediarrhö verläuft meist selbstlimitierend. Eine labordiagnostische Erregerabklärung gilt deshalb in den meisten Fällen als verzichtbar. Bei den 1–3% der Erkrankten, die Beschwerden über einen Zeitraum > 4 Wochen haben, sowie bei hospitalisierten Patienten (1 %) sollte jedoch ein mikrobiologischer Erregernachweis versucht werden. Bei protrahierten oder chronischen Verläufen werden zumeist Protozoen als Erreger nachgewiesen. Die behandelnden Ärzte sollten jeden Verdacht eines Ausbruches von reiseassoziierter Diarrhö dem Amtsarzt melden, so dass dieser – wenn es ihm sinnvoll erscheint – eine labordiagnostische Erregerabklärung veranlassen kann. Enterotoxische Escherichia coli (ETEC) und enteroaggregative E. coli (EAggEC) sind bei Reiserückkehrern meist nicht mehr nachzuweisen. Der Nachweis dieser darmpathogenen E. coli wird von Routinelabors nicht angeboten. Bei Verdacht auf Cholera ist es erforderlich, vom mikrobiologischen Labor dezidiert eine Stuhluntersuchung auf Vibrionen zu verlangen; der Nachweis von V. cholerae erfordert den Einsatz spezieller Selektivnährmedien, die ohne ausdrückliches Verlangen des Klinikers aus Kostengründen nicht zum Einsatz gelangen.
 
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