Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Praxisrelevanz
Platz T, Senft B
Kann die Psychotherapiemotivation im Kontext stationärer psychiatrischer Rehabilitation erhoben werden?

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2009; 10 (2): 78-83

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz    Abbildungen   

In der täglichen klinischen Praxis sind nach subjektiver Wahrnehmung der Behandler etwa 2/3 der Patienten der Therapie gegenüber positiv eingestellt und verfügen über „hinreichend“ hohe Therapiemotivation. Etwa 1/3 sind so genannte „geschickte“ Patienten, die nach Einschätzung der Behandler über wenig Therapiemotivation verfügen, jedoch durch eine psychometrische Testung nicht identifiziert werden können. Somit muss die eingangs gestellte Frage, ob sich die Therapiemotivation prädiktiv erheben lässt, zumindest in Bezug auf das hier verwendete Verfahren mit „nein“ beantwortet werden. Für die Praxis ergibt sich daraus das Erfordernis, hinter die Fassade einer ablehnenden, verweigernden Haltung der Patienten zu blicken. Dahinter stecken oft Ängste vor Verlust eines Pensionsanspruchs, die zunächst stärker ausgeprägt sind als der Wunsch nach Linderung der Beschwerden oder Genesung. Somit scheint eine Diagnostik und eventuelle Steigerung der Therapiemotivation eher über die Erfassung der Bedürfnisse der Patienten möglich zu sein als durch eine psychometrische Testung.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung