Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Praxisrelevanz
Kornek G, Scheithauer W
Medikamentöse Therapie des Pankreaskarzinoms: Was gibt es Neues?

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2010; 8 (1): 7-12

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz    Fragen zum Artikel   

Gemcitabin stellt seit vielen Jahren die wichtigste Substanz in der Behandlung des Pankreaskarzinoms dar. Dieser Antimetabolit aus der Gruppe der Pyrimidinanaloga galt > 10 Jahre lang als Monosubstanz als Standardtherapie des metastasierten Pankreaskarzinoms. Im vergangenen Jahrzehnt wurden alle verfügbaren neuen Substanzen in Kombination mit Gemcitabin getestet; die in Phase-IIStudien teilweise beobachteten vielversprechenden Daten aus randomisierten Studien konnten jedoch zumeist nicht bestätigt werden. Neben der Kombination von Gemcitabin mit Platinen oder Capecitabin bei Patienten mit gutem Allgemeinzustand konnte nur für die Kombination von Gemcitabin mit Erlotinib, einem Tyrosinkinasehemmer gegen den „epidermal growth factor receptor“, eine Überlegenheit demonstriert werden. Basierend auf den Ergebnissen von > 3 randomisierten Studien ist die adjuvante Chemotherapie als Standard anzusehen (Evidenzlevel Ia). Weiterhin offen bleibt die Frage nach dem Stellenwert einer neoadjuvanten Chemotherapie sowie der einer adjuvanten Radiochemotherapie. Insgesamt ist es in den vergangenen Jahren trotz zahlreicher negativer Studien zu einer spürbaren Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten der ursprünglich fast ausnahmslos fatalen und weitgehend Chemotherapie-refraktären Malignomerkrankung gekommen. Weiterhin gilt, dass möglichst alle Patienten im Rahmen von klinischen Studien behandelt werden sollten.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung