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Praxisrelevanz
Vass K
Natalizumab: Neuer Standard der Therapieeffektivität?

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2010; 11 (4): 30-36

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Natalizumab ist zugelassen für die Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose bei Patienten, die auf eine herkömmliche Therapie nicht ansprechen. Bei Patienten mit rasch fortschreitender schubförmiger Multipler Sklerose kann die Substanz auch ohne vorangegangene Immunmodulation eingesetzt werden. Natalizumab blockiert die Migration von Entzündungszellen durch die Blut-Hirn- Schranke in das Gehirn und führt über eine lokale Immunsuppression zu einem Rückgang der Entzündungsaktivität. Dies spiegelt sich in einer deutlichen Reduktion der schubhaften Verschlechterungen und einem signifikanten Effekt auf das Fortschreiten der Behinderung wider. Natalizumab wird als monatliche Infusion verabreicht und im Allgemeinen sehr gut vertragen. Das Risiko einer im Rahmen der Therapie sehr selten auftretenden, progressiven multifokalen Leukenzephalopathie muss allerdings gegen die sehr gute Wirksamkeit abgewogen werden.
 
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