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Vass K  
Natalizumab: Neuer Standard der Therapieeffektivität?

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2010; 11 (4): 30-36

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Keywords: AdhäsionCD49dIntegrinLeukenzephalopathieMultiple SkleroseNatalizumabVLA-4

Für die Entstehung der Multiplen Sklerose müssen Entzündungszellen durch die Blut-Hirn-Schranke in das zentrale Nervensystem eindringen können. Diese Wanderung wird durch Adhäsionsmoleküle, unter anderem durch die Bindung des an Lymphozyten exprimierten „Very Late Antigen 4“ (VLA-4, CD49d-CD29) mit „Vascular Cell Adhesion Molecule-1“ (VCAM-1) an den Endothelzellen gesteuert. Eine Hemmung dieser Bindung durch den humanisierten monoklonalen Anti-VLA-4-Antikörper Natalizumab (Tysabri®) kann die Multiple Sklerose behandeln. Durch Natalizumab werden die Zahl der Schübe und das Fortschreiten der Behinderung der Multiplen Sklerose signifikant reduziert. Aus diesem Grund hat die Substanz seit ihrer Einführung einen wichtigen Stellenwert im Behandlungskonzept der Multiplen Sklerose erlangt. Allerdings kann in seltenen Fällen durch die Behandlung mit Natalizumab eine progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) entstehen. Die Abwägung dieses Risikos gegen den Nutzen bestimmt den gegenwärtig zugelassenen Einsatz von Natalizumab bei Patienten, die auf eine herkömmliche Immunmodulation nicht ausreichend ansprechen.
 
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