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Millonig G  
Alkoholische Hepatopathie

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2011; 9 (4): 23-28

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Abb. 1: Prognoseabschätzung Abb. 2: Placebo-Kontrollgruppe



Keywords: AlkoholPentoxifyllinPrognosescoreSteatohepatitissteroid

Die alkoholische Hepatopathie umfasst ein breites Spektrum an Leberschäden und reicht von der reversiblen alkoholinduzierten Fettleber bis zur Leberzirrhose. Die akuteste Form der alkoholischen Leberschädigung ist die alkoholische Hepatitis, die häufig als entzündliche Veränderung auf einer bereits bestehenden Leberfibrose aufflackert. Schwere Formen der alkoholischen Hepatitis sind mit einer schlechten Prognose verbunden, die 1-Monats-Mortalitätsrate liegt bei 30–50 %. Neben absoluter Alkoholkarenz empfehlen die Therapierichtlinien, den Schweregrad der Hepatitis mit rechnerischen Prognosescores zu bestimmen, ernähungstherapeutische Maßnahmen zu ergreifen (hochkalorische Ernähung mit einem hohen Anteil an Protein), und bei Patienten mit errechnetem Hochrisikoprofil mit einer Steroidtherapie zu beginnen. Alternativ dazu (bei Kontraindikationen oder hepatorenalem Syndrom) ist Pentoxifyllin eine weitere Therapieoption. Sieben Tage nach Beginn der Steroidtherapie sollte das Therapieansprechen evaluiert und bei fehlender Besserung abgebrochen werden, um schwerwiegende Nebenwirkungen zu mindern. Trotz Studien zur Therapie der alkoholischen Hepatitis seit über 40 Jahren sind die therapeutischen Möglichkeiten bescheiden und zu Beginn vielversprechende Studien ohne Effekt geblieben. Ein besseres pathophysiologisches Verständnis wäre daher dringend vonnöten, damit neue Therapieansätze identifiziert werden können.
 
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