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Kentenich H, Pietzner K  
Placebo in der Medizin oder: Die Rolle des Arztes im therapeutischen Prozess

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2011; 8 (Sonderheft 2): 15-19

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Keywords: Arzt-Patienten-InteraktionEmpathiePlaceboPlaceboeffekt

Die evidenzbasierte Medizin ist ein wesentlicher Fortschritt zur Überprüfung der Wirksamkeit von medizinischen Maßnahmen. Da die Medizin aber auf der Arzt-Patienten-Beziehung beruht, wird die Wirksamkeit dieser therapeutischen Beziehung meist in den Studien nicht erfasst. Untersuchungen zum Placeboeffekt in der Medizin können aber die Wirkung der „Droge Arzt“ erfassen. Unter Placebo wird nicht nur ein Placebomedikament oder eine Placeboprozedur verstanden. Auch der Einfluss des Behandlungsumfeldes, die Erwartungen des Patienten und des Arztes und die unterschiedlich gelungene Patienten-Arzt-Interaktion werden eingeschlossen. Viele Untersuchungen können zeigen, dass die Konditionierung des Patienten sowie der Erwartungseffekt im therapeutischen Prozess für den Placeboeffekt verantwortlich sind. Bei allen Behandlungen ist es schwierig, den Verumeffekt und die Placeboreaktion (in ihrer weiteren Definition) getrennt zu sehen. In der ärztlichen Medizin empfiehlt es sich, das Vertrauen, die Fachkompetenz, das Rollenverständnis von Arzt und Patient und das therapeutische Setting miteinzubeziehen. Die Berücksichtigung dieser Effekte kann nachweislich im therapeutischen Prozess positiv genutzt werden.
 
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