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Pasqual E et al.  
Effektive Therapie bei peritonealen Neoplasmen mit niedrigem Peritoneal Cancer Index: Die Schwierigkeit der Diagnosesicherung

Interdisziplinäre Onkologie 2012; 4 (2): 26-29

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Abb. 1: Gesamtüberleben



Keywords: HIPECOnkologiePeritoneal Cancer Indexperitoneales NeoplasmaPeritonealtumorRöntgendiagnostikzytoreduktive Chirurgie

Einleitung: Die Peritonealkarzinose (PC) stellt die maximale lokale Ausbreitungsform bei vielen Tumoren des Abdominalraums dar. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Grenzen der radiologischen Verifizierung der PC bei geringer Tumorlast. Methodik: Ausgewertet wurden die Daten jener Patienten, die wegen eines sekundären peritonealen Neoplasmas in den Jahren 2005–2011 therapiert wurden. Ein PCI < 10 wurde als geringe Tumorlast definiert, die Datenanalyse erfolgte durch R (Version 2.14.2), p < 0,05 wurde als signifikant erachtet. Resultate: 54 Patienten wurden mit der Intention einer zytoreduktiven Chirurgie eingeschlossen. Die Lokalisationen des Primums waren: Ovarialkarzinom 21, kolorektales Karzinom 21, Magenkarzinom 9, Pseudomyxoma peritonei 3. Die Tumorlast, dargestellt mit dem PCI, verteilte sich folgendermaßen: PCI < 10: 41 %, PCI 10–20: 35 %, PCI > 20: 24 %. Eine optimale zytoreduktive Chirurgie (CCS-0 und CCS-1, Residualtumor < 2,5 mm) erfolgte bei 78 % aller Tumorentitäten und bei 86 % aller Tumoren mit PCI < 10. Die Treffergenauigkeit der bildgebenden Verfahren bei niedrigem PCI betrug für die PET-CT 63 % und für die CT 60 %. Die Voraussagegenauigkeit der erhobenen Parameter erhöhter Serumwert CA-125, Gewichtsverlust unklarer Ursache und Aszites betrug hingegen 78 %. Die Gesamtüberlebenszeit war bei Patienten mit einem PCI < 10 signifikant höher als bei Patienten mit einem PCI > 10. Zusammenfassung: Die Diagnose einer Peritonealkarzinose im Frühstadium bleibt eine Herausforderung für den onkologischen Chirurgen, weil die Aussagekraft der bildgebenden Verfahren eingeschränkt ist. Klinischen und laborchemischen Auffälligkeiten muss entsprechendes Augenmerk geschenkt werden, weil die frühe multimodale Therapie mit einer deutlich besseren Prognose einhergeht. Bei klinischem Verdacht sollte bei Patienten mit einem hohen Risiko für das Auftreten einer Peritonealkarzinose eine frühe Second-look-Operation überlegt werden.
 
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