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Leibiger A et al.  
Einfluss einer Maßnahme zur betrieblichen Gesundheitsförderung mit Einsatz von Schrittzählern zur Senkung kardiovaskulärer Risikofaktoren (Schrittzählerstudie „DAMP plus 3000!“)

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2012; 16 (4): 12-17

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Abb. 1: RRD



Keywords: betriebliche GesundheitsförderungBlutdruckkörperliche AktivitätPräventivmedizinSchrittzählerSportmedizinTaillenumfang

Hintergrund: Zwischen körperlicher Aktivität und kardiovaskulären Risikofaktoren, wie z. B. Bluthochdruck und Fettleibigkeit, wird eine negative Korrelation postuliert. In Interventionsstudien zum Thema Blutdruck, Körperfettanteil und Bewegung wurde in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit vorwiegend die Bedeutung gezielter Sportprogramme und nicht die der Alltagsaktivität untersucht. Methoden: Im Verlauf der 6-monatigen Studie wurden bei allen Studienteilnehmern (n = 99) Schrittzahl, Blutdruck und Bauchumfang gemessen. Für die Interventionsgruppenprobanden wurde ein konkretes Schrittziel zur Steigerung der körperlichen Aktivität (+3000 Schritte/Tag) festgelegt. Die Schrittzahl wurde täglich mittels Schrittzähler gemessen und in einem Tagebuch dokumentiert. Flankierend wurde ein Programm zur gesundheitlichen Aufklärung und Motivation durchgeführt. Ergebnisse: Innerhalb der Interventionsgruppe zeigte sich eine signifikante Steigerung der körperlichen Aktivität (+2281 Schritte/Tag; +29,7 %) sowie eine Reduktion des Bauchumfangs (–3 cm). Bei den Respondern (≥ 2000+ Schritte/Tag) ergab sich eine signifikante diastolische Blutdrucksenkung von –4,8 mmHg. Die Intervention zeigte geschlechtsspezifische Effekte und war bei den männlichen Probanden stärker wirksam. Schlussfolgerung: Körperliche Aktivität lässt sich durch gezielte Bewegungsempfehlungen für den Alltag und durch die Verwendung von Schrittzählern signifikant steigern und kann zu einer relevanten Reduktion des Risikoprofils für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.
 
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