Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Raber W  
Doping und medikamentöse Leistungssteigerung: Nicht nur Anabolika und nicht nur im Sport

Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel - Austrian Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2013; 6 (1): 34-40

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz   




Keywords: AnabolikaDopingSucht

Doping findet man heute nicht mehr nur im Leistungssport, sondern auch im wettkampforientierten Breitensport und im Alltag. Anabolika sind nach wie vor die am häufigsten entdeckten Substanzen, werden aber selten alleine verwendet, sondern z. B. zusammen mit Wachstumshormon, Insulin, Erythropoetin, Stimulanzien, selektiven Östrogenrezeptor-Modulatoren, Diuretika, Glukokortikoiden und anderen Schmerzmitteln oder Neuroenhancern zur erhofften, noch größeren Leistungssteigerung, zur Bekämpfung von Nebenwirkungen oder zur Verwässerung von Doping-Kontrollen. Körperbildstörungen und Suchtgefahr bis hin zur Einnahme von Straßendrogen sind häufig. Langzeitfolgen sind großteils unbekannt. Erhöhte muskuloskelettale Verletzungsgefahr, kardiovaskuläre, neuroendokrine und psychiatrische Erkrankungen dürften allerdings häufig assoziiert sein. Große Gefahren liegen in Depressionen mit erhöhtem Selbstmordrisiko, in unbeabsichtigter Überdosis allfälliger Straßendrogen und in toxikologisch induzierten Multiorganschäden durch die Polypharmazie, wobei durch spezielle Diäten und Nahrungsergänzungsmittel Ärzte in Diagnostik und Therapie noch mehr verwirrt werden können.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung