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Müller C, Zermann D-H  
Ergebnisqualität der urologischen Anschlussrehabilitation (AHB) nach radikaler Prostatektomie

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2013; 20 (2) (Ausgabe für Österreich): 7-12
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2013; 20 (2) (Ausgabe für Schweiz): 8-13

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Abb. 1: Anschlussrehabilitation Abb. 2: Anschlussrehabilitation Abb. 3: Anschlussrehabilitation Abb. 4: Anschlussrehabilitation Abb. 5: Anschlussrehabilitation Abb. 6: Anschlussrehabilitation



Keywords: InkontinenzLebensqualitätphysische VerfassungProstatakarzinompsychische VerfassungRehabilitation

Einleitung: Ziel der Behandlung eines Prostatakarzinoms ist neben Kuration und Palliation insbesondere auch die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung einer möglichst uneingeschränkten Lebensqualität. Deshalb gilt es sowohl spezifische funktionelle als auch physische und psychische Defizite nach Tumorerkrankung und -therapie zu überwinden. Um diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden und dem Patienten eine schnelle berufliche und soziale Reintegration zu ermöglichen, ist in der urologischen Anschlussrehabilitation (AHB) ein ganzheitlicher Therapieansatz etabliert. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Minderung der Belastungsharninkontinenz sowie die Verbesserung der physischen und psychischen Verfassung nach radikaler Prostatektomie durch ein multimodulares urologisches Rehabilitationskonzept zu evaluieren. Patienten und Methoden: 108 Patienten nach radikaler Prostatektomie wurden im Rahmen einer stationären AHB untersucht. Alle Probanden absolvierten ein fachspezifisches multimodulares Therapieprogramm. Die Inkontinenz wurde fortlaufend mittels 24-h-Pad-Test registriert. Sowohl die physische Verfassung (WKV) als auch das psychische Befinden (MDBF) wurden anhand von validierten Fragebögen am Rehabilitationsanfang und -ende erfasst. Ergebnisse: Die Auswertung zeigt, dass durch ein 3-wöchiges urologisches Rehabilitationsprogramm die Belastungsharninkontinenz hoch signifikant (p < 0,001) verringert werden kann. Die Ergebnisse des WKV-Fragebogens zeigten eine sehr signifikante Verbesserung (p < 0,01) der wahrgenommenen physischen Verfassung. Ebenso war eine signifikante Steigerung (p < 0,05) des psychischen Wohlbefindens anhand des MDBF-Fragebogens festzustellen. Diskussion: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass eine fachspezifische urologische Anschlussrehabilitation nach radikaler Prostatektomie neben einer Minderung der postoperativen Belastungsharninkontinenz auch eine deutliche Verbesserung der physischen und psychischen Befindlichkeit des Patienten ermöglicht und damit entscheidend zur Wiederherstellung der Lebensqualität beiträgt. Eine zeitnahe Reintegration in das Berufs- und Sozialleben wird dadurch ermöglicht. Deshalb sollte jedem Patienten nach radikaler Prostatektomie eine entsprechende fachspezifische urologische AHB angeboten werden.
 
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