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IONA Studiengruppe  
Die Wirkung von Nicorandil auf koronare Ereignisse bei Patienten mit stabiler Angina pectoris: Die randomisierte Impact Of Nicorandil in Angina (IONA)-Studie

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (7-8): 335-342

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Abb. 1: IONA-Studie - Studiendesign Abb. 2: IONA-Studie - Primärer Endpunkt Abb. 3: IONA-Studie - Sekundäre Endpunkte



Keywords: Angina pectorisIONAKardiologieKardioprotektionNicorandil

Hintergrund: Zusätzlich zu seinen antiischämischen Wirkungen schreibt man der antianginösen Substanz Nicorandil auch kardioprotektive Eigenschaften zu. Wir führten eine randomisierte Studie durch, um zu untersuchen, ob Nicorandil imstande ist, die Frequenz koronarer Ereignisse bei Männern und Frauen mit stabiler Angina pectoris und zusätzlichen Risikofaktoren zu reduzieren. Methoden: 5126 Patienten wurden randomisiert einer Therapie mit entweder 20 mg zweimal täglich Nicorandil (n = 2565) oder einem identischen Placebo (n = 2561) zusätzlich zur antianginösen Standardtherapie zugeordnet. Der primäre zusammengesetzte Endpunkt war Tod durch koronare Herzkrankheit, nichttödlicher Herzinfarkt oder ungeplante stationäre Spitalsaufnahme aufgrund von kardiogenem Thoraxschmerz. Der sekundäre kombinierte Endpunkt war Tod durch koronare Herzkrankheit oder nichttödlicher Herzinfarkt. Andere berichtete Parameter umfaßten Gesamtmortalität, alle kardiovaskulären Ereignisse und akute Koronarsyndrome. Der mittlere Nachbeobachtungszeitraum umfaßte 1,6 Jahre (Standardabweichung 0,5). Es handelte sich um eine Intention-to-treat-Analyse. Resultate: 398 (15,5 %) primäre Endpunktereignisse waren in der Placebogruppe zu verzeichnen, 337 (13,1 %) in der Nicorandil-Gruppe (Hazard Ratio 0,83, 95 %-Konfidenzintervall 0,72 bis 0,97; p = 0,014). Die Anzahl der sekundären Endpunkte unterschied sich zwischen den beiden Gruppen nicht signifikant (134 Ereignisse [5,2 %] gegenüber 107 Ereignissen [4,2 %]; 0,79; 0,61 bis 1,02; p = 0,068). Die Rate an akuten koronaren Syndromen war 195 (7,6 %) in der Placebogruppe und 156 (6,1 %) in der Nicorandil-Gruppe (0,79; 0,64-0,98; p = 0,028), die korrespondierenden Raten für alle kardiovaskulären Ereignisse betrugen 436 (17,0 %) und 378 (14,7 %; 0,86; 0,75-0,98; p = 0,027). Interpretation: Wir konnten eine signifikante Besserung des Krankheitsverlaufes aufgrund einer Reduktion größerer koronarer Ereignisse durch antianginöse Therapie mit Nicorandil bei Patienten mit stabiler Angina pectoris erzielen.
 
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