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Valentin A  
Der alte Patient in der Intensivmedizin - Was macht wann noch Sinn?

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2013; 20 (9-10): 292-296

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Keywords: AlterEpidemiologieEthikIntensivmedizinPrognose

Die zunehmende Alterung der Bevölkerung in hoch entwickelten Ländern hat einen profunden Einfluss auf die Intensivmedizin. So zeigen etwa Daten von Intensivpatienten aus einer großen österreichischen Datenbank einen Anteil von 20 % mit einem Alter ≥ 80 Jahre. Alter per se stellt kein Ausschlusskriterium für eine Intensivstationsaufnahme dar. Alte Patienten sind jedoch häufig durch multiple Ko-Morbiditäten belastet und weisen eine eingeschränkte physiologische Reserve auf. Nachdem alte Patienten ein sehr heterogenes Kollektiv darstellen und keine allgemein akzeptierten Kriterien für eine Aufnahme und Behandlung an der Intensivstation existieren, muss jede Entscheidung auf der Basis einer umfassenden Abwägung der individuellen Situation getroffen werden. Die Perspektive nach einem möglichen Überleben der kritischen Erkrankung stellt den wichtigsten Endpunkt dar und geht weit über die Frage des alleinigen Überlebens hinaus. Viele alte Patienten haben eine Chance, auch nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung zu einer akzeptablen Lebensqualität zurückzukehren. Im Hinblick auf die Begrenztheit menschlichen Lebens ist es jedoch nicht gerechtfertigt, eine Intensivtherapie bei älteren Patienten zu beginnen oder fortzuführen, wenn nicht eine begründbare Aussicht auf einen Benefit besteht, welcher nicht nur durch das Überleben definiert ist.
 
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