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Summary
Aydin K et al.  
Pituitary Corticotroph Microadenomas Versus Macroadenomas Causing Cushing’s Disease

Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel - Austrian Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2014; 7 (3): 96-101

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Abb. 1: Cushing’s disease Abb. 2: Cushing’s disease



Keywords: kortikotropes Makroadenomkortikotropes MikroadenomMorbus CushingSinus-cavernosus-Invasioncavernous sinus invasioncorticotroph macroadenomacorticotroph microadenomaCushing’s disease

Kortikotrope Hypophysen-Makroadenome vs. Mikroadenome als Ursache des Morbus Cushing. Ziel: Kortikotrope Hypophysen- Makroadenome werden für eine geringe Zahl von Fällen des Cushing-Syndroms verantwortlich gemacht, man geht jedoch davon aus, dass ihre genaue Prävalenz unterschätzt wird. Des Weiteren fallen die klinischen und biochemischen Manifestationen kortikotroper Makro- und Mikroadenome sehr unterschiedlich aus und in bisherigen Studien wurde nur eine geringe Anzahl von Patienten eingeschlossen. In dieser Arbeit analysieren und vergleichen wir die klinischen Charakteristika und biochemischen Eigenschaften von Patienten mit kortikotropen Makro- und Mikroadenomen, die Morbus Cushing verursachen. Methoden: Wir schlossen 107 Patienten mit M. Cushing ein (67 Mikroadenome, 40 Makroadenome). Klinische Charakteristika, biochemische Analysen des Hyperkortisolismus, Ergebnisse des Hypophysen-Imaging, Behandlungsmodalitäten sowie Raten für Remission und Wiederauftreten wurden erfasst. Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 46,5 ± 11,4 Jahren für Makroadenome und 37,3 ± 12,1 Jahre für Mikroadenome (p < 0,001). Die Geschlechterverteilung war bei den Makroadenompatienten gleich, während bei den Mikroadenompatienten ein Vorherrschen der Frauen offensichtlich war (p = 0,001). Verglichen mit den Makro- war die klinische Evidenz des Hyperkortisolismus bei den Mikroadenomen stärker ausgeprägt. Obwohl die Präsentation der klinischen Manifestationen unterschiedlich war, waren die biochemische Analyse des Hyperkortisolismus (inklusive Basalkortisol, ACTH, 24-Stunden-Harnkortisol-Levels) und Ansprechen auf eine niedrig dosierte Dexamethason-Suppression zwischen den Gruppen ähnlich. Die Unterdrückbarkeit des Serumkortisols nach Gabe von hochdosiertem Dexamethason war für Makroadenome niedriger, erreichte aber keine Signifikanz (p = 0,074). Die Remissionsraten nach dem ersten hypophysenchirurgischen Eingriff (67,5 vs. 82,8 %) sowie die Rezidivraten bei Patienten, die länger als 6 Monate nachverfolgt wurden, waren bei beiden Gruppen vergleichbar. Ein Einwachsen in den Sinus cavernosus war ein negativer Prädiktor für Remission. Schlussfolgerung: Patienten mit kortikotropen Makro- und Mikroadenomen haben ähnliche laborchemische Veränderungen sowie Remissions- und Rezidivraten. Unterschiede gibt es jedoch bei der klinischen Präsentation. Ein Einwachsen des Tumors in den Sinus cavernosus ist ein negativer Prädikator für Remission.
 
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