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Mühlberger V et al.  
Koronarangiographie und PCI in Österreich im Jahr 2001

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (10): 445-451

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Abb. 1: Koronarangiographie und PCI in Österreich 2001 Abb. 2: Koronarangiographie und PCI in Österreich 2001 Abb. 3: Koronarangiographie und PCI in Österreich 2001 Abb. 4: Koronarangiographie und PCI in Österreich 2001 Abb. 5: Koronarangiographie und PCI in Österreich 2001



Keywords: CAKardiologieKoronarangiographiePCIperkutane koronare InterventionStatistik

In Österreich wurden 38.714 diagnostische Koronarangiographien (CA) und 12.053 perkutane koronare Interventionen (PCI) während des Jahres 2001 durchgeführt. Das entspricht einer Zunahme der Fallzahlen von 9 % bei CA und von 15 % bei PCI gegenüber 2000. Drei Zentren haben neu mit PCI begonnen, zwei der 31 Zentren führen nur CA durch. Insgesamt wurden 9756 Stents (bei 81 % der PCI-Fälle) implantiert, und eine direkte PCI wegen oder während eines Myokardinfarktes erfolgte in 9,2 %. Die Gesamtspitalssterblichkeit nach PCI betrug 0,61 %; davon waren 16 von 772 (2,1 %) der Patienten im Infarkt ohne Schock verstorben und 38 von 129 (30 %) der Patienten im Infarkt mit Schock vor der PCI. Die Rate notfallmäßiger Operationen nach PCI betrug 0,16 %. Die Mortalität infolge notfallmäßiger Bypassoperationen nach fehlgeschlagener PCI stieg seit 1997 laufend an und beträgt nunmehr 32 %. Die extern kontrollierte kardiale 2,5-Jahres-Mortalität bei einer Stichprobe aus dem Jahr 1998 beträgt nach PCI 5,2 % (103/1991) und 6,3 % (477/7580) nach CA. Der Anteil von Eingriffen unter Verwendung von IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten hat bei 22 %, bei Hilfsmitteln zum Punktionsverschluß bei 32 % und bei Punktionen am Arm bei 3,2 % gegenüber den Vorjahren jeweils ein erstes Plateau erreicht. 2001 ist das Jahr ohne wesentliche Innovationen nach Einführung der Brachytherapie und vor Neueinführung speziell beschichteter Stents. Der internationale Vergleich zeigt Österreich weiterhin im Vorderfeld mit 4803 CA und 1495 PCI pro Million Einwohner, das sind etwa ebenso viele Eingriffe wie in der Schweiz und weniger Eingriffe als in Deutschland bei CA. Österreich läge heuer in der deutschen "PCI-Tabelle-2000" an 12. Stelle von 16 Bundesländern, zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Unterschiede zu Deutschland erklären sich nicht durch eine unterschiedliche Patientenstruktur.
 
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