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Huber K  
Tenecteplase (TNK-tPA) - ein neues Fibrinolytikum mit herausragenden Eigenschaften: Einzelbolusgabe, hohe Fibrinspezifität, PAI-1-Resistenz, körpergewichtsadaptierte Dosierung und geringe Blutungsrate für Hochrisikopatienten

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2002; 9 (10): 452-454

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Abb. 1: Tenecteplase - Biochemie Abb. 2: Tenecteplase - Fibrinogen Abb. 3: Fibrinolyse - Vergleichsstudien Abb. 4: ASSENT-3-Studie Abb. 5: ASSENT-2-Studie



Keywords: HerzmedikamenteKardiologieTenecteplaseTNK-tPA

Mit Tenecteplase (TNK-tPA; METALYSE®) in Kombination mit dem niedermolekularen Heparin Enoxaparin (LOVENOX®) wurde ein vorläufiger Endpunkt in der Weiterentwicklung neuer Fibrinolytika erreicht. Die einfache Applikationsweise (als Einzelbolus) in Kombination mit den Eigenschaften einer hohen Fibrinselektivität, einer Resistenz gegenüber dem natürlichen Inhibitor PAI-1 sowie eine verhältnismäßig geringe Blutungskomplikationsrate bei Hochrisikopatienten könnten dazu beitragen Tenecteplase (+ Enoxaparin) als neuen "Goldstandard" der medikamentösen Reperfusionstherapie des akuten STEMI zu etablieren. Tenecteplase würde sich potentiell als Fibrinolytikum der ersten Wahl überall dort anbieten, wo die Etablierung einer prähospitalen Fibrinolysetherapie angezeigt ist. Die Kombinationstherapie (halbe Dosis Tenecteplase) mit GP IIb/IIIa-Rezeptorblockern (Volldosis) gehört noch nicht zum klinischen Standardrepertoire der medikamentösen Reperfusionstherapie und sollte vorerst wissenschaftlichen Untersuchungen vorbehalten sein (Stichwort "facilitated PCI"). Auch die Frage, ob eine frühe medikamentöse Reperfusion (mittels Fibrinolytikum, GP IIb/IIIa-Blocker oder Kombinationstherapie) mit einer unmittelbar nachfolgenden koronaren Intervention verknüpft werden soll, muß erst in prospektiven Studien untersucht werden und erfordert neben den erhöhten Kosten auch ein hohes Maß an Kooperation und Organisation.
 
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