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Lerchbaum E  
Vitamin D und Menopause: Ist eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D sinnvoll?

Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2014; 8 (3) (Ausgabe für Österreich): 13-21
Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2014; 8 (3) (Ausgabe für Schweiz): 6-14

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Keywords: kardiovaskuläre ErkrankungMenopausemuskuloskelettale ErkrankungVitamin DVitamin-D-Supplementierung

Neben der klassischen Rolle von Vitamin D im Kalzium- und Knochenstoffwechsel legen Forschungsergebnisse nahe, dass Vitamin D eine Reihe weiterer wichtiger Aufgaben erfüllt. So ist der Vitamin-D-Mangel neben muskuloskelettalen Beschwerden auch mit kardiovaskulären Erkrankungen, dem metabolischen Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2, Karzinomen sowie erhöhter Mortalität assoziiert. Weiter ist eine Vitamin-D-Defizienz mit Depressionen und einer Verschlechterung der kognitiven Funktion verbunden. Sowohl zunehmendes Alter als auch eine erhöhte Fettmasse vergrößern das Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Weiter gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D- und Östrogenstoffwechsel. Im Rahmen der Menopause kommt es durch den Östrogenmangel zu einem beschleunigten Knochenstoffwechsel, einer Abnahme der Knochendichte und konsekutiv zu einem erhöhten Risiko für Frakturen. Muskuloskelettale Beschwerden können die Lebensqualität beeinträchtigen, Stimmungsschwankungen treten gehäuft auf, das Risiko für metabolische und kardiovaskuläre Erkrankungen nimmt zu. Die Körperzusammensetzung verändert sich: Während die Muskelmasse abnimmt, kommt es zu einer Zunahme des Körperfettanteils, wodurch das Risiko für einen Vitamin-D-Mangel steigt. Umgekehrt kann der Vitamin-D-Mangel sowohl die Beschwerden als auch die im Rahmen der Menopause gehäuft auftretenden Erkrankungen verstärken. Hinsichtlich des Knochenstoffwechsels gibt es klare Empfehlungen, dass eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr erforderlich ist, um den peri- und postmenopausalen Verlust von Knochenmasse zu minimieren. Die Tatsache, dass der Vitamin-D-Mangel und die Menopause darüber hinaus auch hinsichtlich kardiovaskulärer, metabolischer, kognitiver sowie psychischer Veränderungen ein gemeinsames Risikoprofil zeigen, legt nahe, dass ein ausgeglichener Vitamin-D-Status auch hinsichtlich der kognitiven, seelischen, metabolischen und kardiovaskulären Gesundheit von peri- und postmenopausalen Frauen von großer Bedeutung ist.
 
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