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Klein S et al.  
Frakturen und Versorgungskosten bei Osteoporose: Analyse von Krankenkassen-Routinedaten im Rahmen der Bone Evaluation Study (BEST)

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2014; 21 (4): 121-125

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Abb. 1: Patientenpopulation Abb. 2: Knochendichtemessung Abb. 3: Versorgungskosten



Keywords: DeutschlandFrakturKostenOsteoporoseVersorgung

Zur Beschreibung der Kosten für die Versorgung von Patienten mit Osteoporose und mit Frakturen wurden anonymisierte Abrechnungsdaten (2006–2009) der Techniker Krankenkasse (TK) analysiert. Eingeschlossen wurden Versicherte > 50 Jahre mit osteoporosespezifischer Arzneimittelverordnung, Osteoporosediagnose oder Diagnose einer osteoporosebedingten Fraktur. Analysiert wurden die Häufigkeit und Art von Frakturen, Knochendichtemessungen sowie die Kosten für osteoporosebezogene Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Unter den Versicherten mit Osteoporosediagnose und/oder Arzneimittelverordnung fand sich eine Frakturrate von 27 %. 69 % von ihnen erlitten sogar mehrfache Frakturen. Knochendichtemessungen wurden bei 14 % der Versicherten mit Fraktur durchgeführt. Nur 45 % von ihnen erhielten eine osteoporosespezifische Therapie. Die osteoporosebezogenen Versorgungskosten stiegen mit Anzahl der Frakturen. Versicherte ohne Fraktur innerhalb des Beobachtungszeitraums verursachten 2009 durchschnittliche Kosten von 342 €, Versicherte mit einer oder mehreren Frakturen 1826 €. Im Mittel waren es 2009 714 € pro betroffenem TK-Versichertem; dies ergibt 4,5 Mrd. € für die Osteoporoseversorgung in Deutschland. Obwohl Menschen mit Osteoporose häufiger behandelt werden als 2003, lässt sich eine große Zahl an Versicherten mit Frakturen und Mehrfachfrakturen ohne medikamentöse Therapie feststellen. Dies lässt auf Optimierungsbedarf bei der Behandlung schließen, zumal Art und Anzahl an Frakturen wesentliche Kostenfaktoren waren.
 
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