Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Van den Broeck U et al.  
Psychosoziale Kinderwunschberatung: Einzel-, Paar- und Gruppeninterventionen

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2015; 12 (1): 13-18

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz   




Keywords: assistierte ReproduktionInterventionPsychosoziale Kinderwunschberatung

Zielsetzung: Infertilität ist eine biopsychosoziale Krise und daher wird die psychosoziale Kinderwunschberatung als integraler Bestandteil eines interdisziplinären Behandlungsansatzes empfohlen. Dieser Artikel skizziert den theoretischen Hintergrund und beschreibt gebräuchliche Interventionen in der (behandlungsunabhängigen) psychosozialen Kinderwunschberatung für Einzelpersonen, Paare und im Gruppensetting.
Methoden: Dieser Artikel fasst die Ergebnisse des ersten Campus Workshops der Special Interest Group „Psychology and Counselling“ der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) zusammen.
Ergebnisse: Nach der Diagnose einer Fertilitätsstörung ermöglicht die psychosoziale Kinderwunschberatung, eine befriedigendere und ressourcenorientierte Lebensweise zu explorieren und (wieder-) zu entdecken. Aufbauend auf dem Modell der „Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde“ werden Einzel- und Paarberatung vorgestellt, und es werden wichtige Beratungsinhalte hervorgehoben. Für die Arbeit mit Gruppen werden die nötigen Schritte zur Etablierung einer Gruppe innerhalb einer Kinderwunsch-Behandlung diskutiert.
Schlussfolgerungen: In den vergangenen Jahren hat sich die behandlungsunabhängige psycho soziale Kinderwunschberatung als eine spezielle Form der Beratung herausgebildet, die professionelle Expertise und Qualifikation erfordert. Es werden zentrale Themen und gebräuchliche Interventionen beschrieben, um ein Bewusstsein für die spezifischen Bedürfnisse von Einzelpersonen und Paaren zu schaffen, die mit Unfruchtbarkeit konfrontiert sind und sich deshalb einer medizinischen Behandlung unterziehen. Fazit für die Praxis: Sowohl Beratungsfachkräfte, die sich erstmals in der Reproduktionsmedizin orientieren, als auch solche aus anderen Bereichen der psychosozialen Beratung mit entsprechend wenig Kinderwunsch-Beratung können von den hier angesprochenen Themen profitieren.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung