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Nanoff Ch  
Störungen der Kalium- und Magnesium-Homöostase in der Pharmakotherapie

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2003; 10 (Sonderheft 1): 18-23

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Abb. 1: Ionentransport - Henle'sche Schleife Abb. 2: Ionentransport - distaler Tubulus



Keywords: HomöostaseKaliummagnesiumMineralstoffwechselPharmakotherapie

Ein niedriger Kaliumspiegel stellt für den Patienten mit Kardiomyopathie ein signifikantes Risiko dar: lebensgefährliche ventrikuläre Tachyarrhythmien (Torsade de pointes) oder plötzlicher Herztod können auftreten. Hypokaliämie ist eine typische Konsequenz einer Therapie mit Diuretika, sie wird aber auch durch andere Arzneimittel provoziert (z. B. Immunsuppressiva, Laxantienabusus). Fortgesetzte Therapie oder das Hinzutreten zusätzlicher kaliuretischer Faktoren (z. B. Infusionstherapie) behindern die renalen Mechanismen zum Ausgleich der Kaliumbilanz. Dies macht den Einsatz von kaliumsparenden Diuretika bzw. die Substitution von Kalium erforderlich. Isolierter Magnesiummangel ist ein seltenes Ereignis, auch in der Pharmakotherapie (Ausnahme: Cisplatin). Bei Patienten mit Hypokaliämie sollte jedoch der Magnesiumspiegel geprüft werden, denn es ist klar, wenn auch im Detail unverstanden, daß Magnesiummangel einer überhöhten Kaliumclearance folgt. Dieser dürfte ebenfalls zum Arrhythmie-Risiko beitragen und kann durch Substitution korrigiert werden. Durch Hypokaliämie und Hypomagnesiämie besonders gefährdet sind Patienten mit dem "Long QT-Syndrom", bedingt durch genetische Defekte in kardialen Ionenkanälen oder durch Arzneimittel, die Kaliumströme blockieren.
 
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