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Beythien Ch et al.  
Increased Platelet Activation by PTFE-Covered Coronary Stent Grafts: A Flow Cytometric Analysis in a Pulsed Floating Model of Recirculating Human Plasma

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (7-8): 322-325

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Abb. 1: Plättchenaktivierung - In-vitro-Modell Abb. 2: Plättchenaktivierung - In-vitro-Modell Abb. 3: Plättchenaktivierung - In-vitro-Modell Abb. 4: Plättchenaktivierung - In-vitro-Modell



Keywords: DurchflusszytometrieKardiologiePlättchenaktivierungPTFE-StentRestenoseStentThrombose

Verschiedene Stentversionen werden zur Zeit untersucht, um das Problem der akuten Thrombose und Restenose nach Implantation in Koronararterien zu lösen. Eine Interaktion zwischen der Stentoberfläche, Thrombozyten und dem Gerinnungssystem hat sich als wichtiger Faktor dabei erwiesen. Um Effekte einer PTFE-Ummantelung (Teflon) zu erforschen, wurden jeweils 12 baugleiche Stents mit und ohne Ummantelung in einem In-vitro-Modell mit rezirkulierendem humanem plättchenreichem Plasma untersucht. Um die Plättchenaktivierung zu quantifizieren, wurden bis zur Stentthrombose alle zwei Minuten Proben entnommen und mittels Durchflußzytometrie die Aktivierungsmarker CD62p (p-Selektin) und CD63 (GP53) bestimmt. Die Darstellung erfolgte als „mean channel fluorescence intensity“ (MCFI). Außerdem wurde die Zeit bis zum Auftreten makroskopisch sichtbarer Plättchenaggregate und bis zur Stentthrombose gemessen. Die durchflußzytometrischen Analysen bei den PTFE-ummantelten Stents ergaben eine maximale Expression des CD62p nach 8 min (MCFI 37,2 ± 5,8) und von CD63 nach 10 min (MCFI 40,0 ± 5,0), während bei den unbeschichteten Stents die maximale Expression erst nach 12 min (MCFI 38,1 ± 8,4) erreicht war; beschichtete vs. unbeschichtete Stents p = 0,05. Die PTFE-Ummantelung induzierte eine Plättchenaggregatbildung nach 5,7 ± 1,7 min, während diese bei unbeschichteten Stents erst nach 6,8 ± 2,7 min auftrat; p = 0,04. Entsprechend war die Zeit bis zur Stentthrombose verkürzt; 11,1 ± 1,4 versus 1,4 versus 12,6 ± 2,2 min (p = 0,035). In vitro führt also eine PTFE-Ummantelung zu einer gesteigerten Aktivierung von Plättchen und Gerinnungssystem.
 
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