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Modulation der Blutfette durch körperliche Aktivität

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (10): 399-402

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Abb. 1: Bewegung - Lipidstoffwechesel



Keywords: Kardiologie

Gesteigerte körperliche Aktivität vermindert das kardiovaskuläre Risiko und klassische Risikofaktoren und ist ein zentraler Angriffspunkt für therapeutische Lebensstilmodifikationen. Regelmäßiges körperliches Training führt zu signifikanten Verbesserungen im Lipidprofil: einer Steigerung der Serumkonzentration des HDL-Cholesterins, einer Reduktion der Triglyzeride und einer Zunahme der LDL- sowie der HDL-Partikeldurchmesser. Aktivitätsänderungen der Schlüsselproteine Lipoproteinlipase, Cholesterinester-Transfer-Protein und Lecithin- Cholesterin-Acyltransferase sind wesentliche Mechanismen hinter diesen quantitativen und qualitativen Veränderungen der Lipide und Lipoproteine. Das Ausmaß des Trainings beeinflußt die Lipide mehr als die Trainingsintensität, was vom gesundheitlichen Aspekt von besonderer Bedeutung ist. Ein Training 3- bis 4mal pro Woche bei moderater Intensität über jeweils 30–45 Minuten scheint ausreichend. Der positive Effekt auf das Lipidprofil konnte sowohl bei Frauen als auch bei Männern, bei jüngeren und bei älteren Menschen sowie in der Primär- und Sekundärprävention nachgewiesen werden. Der alleinige Effekt körperlicher Aktivität auf das Lipidprofil reicht insbesondere in der Sekundärprävention nicht aus, um die Zielwerte – vor allem für das LDL-Cholesterin – zu erreichen. Hier muß ein multimodaler Ansatz einschließlich medikamentöser Therapie gewählt werden.
 
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