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Pokan R et al.  
Leistungsdiagnostik und Trainingsherzfrequenzbestimmung in der kardiologischen Rehabilitation

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (11): 446-452

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Abb. 1: Anaerobic threshold Abb. 2: Anaerobic threshold - Respiratory compensation point Abb. 3: Atemgas - Blutlaktat Abb. 4: Blutlaktat Abb. 5: Herzinsuffizienz - Muskellaktatkonzentration Abb. 6: KHK-Patient - Laktatäquivalent Abb. 7: Blutlaktatkonzentration - Atemäquivalent Zum letzten Bild



Keywords: HerzfrequenzKardiologieLeistungRehabilitationTraining

Die Wirksamkeit einer kardiologischen Trainingstherapie ist abhängig von der Trainingsintensität. Im Vordergrund steht, eine Überlastung der Patienten zu vermeiden. Eine zu geringe Trainingsintensität allerdings macht ein therapeutisch optimal wirksames Training unmöglich. Daher ist es notwendig, individuell für jeden einzelnen Patienten Ober- und Untergrenzen der Belastung festzulegen. Verschiedene Methoden zur Ermittlung der Trainingsvorgaben unter Verwendung der Atemgasanalyse oder der Blutlaktatkonzentration sind in der Literatur beschrieben. Eine Reihe von Organisationen empfiehlt Berechnungen, die auf anthropometrischen Daten, dem Prozentsatz der maximalen Herzfrequenz bzw. der Herzfrequenzreserve, entsprechend der "Karvonen-Forme" beruhen. Bei Patienten mit KHK kann man in den meisten Fällen eine Aufwärtskrümmung der Herzfrequenzleistungskurve beobachten. Diese Aufwärtskrümmung und die Stärke der Krümmung stehen in engem Zusammenhang zu einer Abnahme der belastungsabhängigen myokardialen Funktion. Ist eine Aufwärts- oder Abwärtskrümmung der Herzfrequenzleistungskurve zu beobachten, ist die Bestimmung eines Herzfrequenzknickpunktes zur Festlegung einer Obergrenze der Trainingsherzfrequenz eine optimale Methode. Nimmt jedoch die Beziehung zwischen HF und Leistung einen annähernd linearen Verlauf, so sollte die Obergrenze bei ca. 70 % der Herzfrequenzreserve liegen. Zusätzlich ist die Bestimmung der "lactate turn points" (LTP1 und LTP2) eine einfache und valide, spiroergometrischen Meßverfahren gleichwertige Methode zur Definition der drei Phasen der Energiebereitstellung. Um im Rahmen einer Trainingstherapie bei Patienten mit Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Überlastung zu vermeiden, ist es sinnvoll, den HRTP zu bestimmen, der die Leistung angibt, ab der es zu einer Abnahme der linksventrikulären Auswurffraktion kommt.
 
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