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Tews G et al.  
Besonderheiten der ektopen Schwangerschaft nach IVF/ICSI

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2004; 1 (4): 268-271

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Abb. 1: Ektope Gravidität - NMR Abb. 2: Embryo - 3D-Ultraschall Abb. 3: Laparoskopie - Heterotope Schwangerschaft



Keywords: ektope SchwangerschaftGynäkologieheterotope SchwangerschaftICSIIVF

Es ist allgemein bekannt, daß die weltweit erste Schwangerschaft nach In-Vitro-Fertilisation (IVF) in einer Eileiterschwangerschaft endete [1]. Seit damals wurde in zahlreichen Arbeiten die Problematik der Extrauterinschwangerschaft im Rahmen der Reproduktionsmedizin beschrieben. Die Inzidenz schwankt je nach Arbeit zwischen 2 und 11 %. Teilweise konnte man keine Risikofaktoren entdecken, andere Autoren beschreiben erhöhte Inzidenzen bei kleineren Cavi uteri. Manchmal wurden beschädigte Tuben insbesondere für ektope Schwangerschaften als Risiko erwähnt. Das Ziel einer eigenen Untersuchung und einer Literaturanalyse war, die Inzidenz der ektopen Schwangerschaft, insbesondere der heterotopen Schwangerschaft (gleichzeitig intrauteriner und extrauteriner Sitz) und deren Besonderheiten im Rahmen eines IVF/ICSI-Programms herauszuarbeiten. Die Untersuchung von 19 ektopen Schwangerschaften nach IVF aus dem eigenen Klientel und der Vergleich mit der Literatur hat ergeben, daß diese nach reproduktionsmedizinischen Eingriffen gehäuft vorkommen, wobei insbesondere tubare Faktoren mit nachfolgender IVF und weniger ICSI dafür verantwortlich sind. Von besonderer Wichtigkeit ist, daß zwar die Progesteronwerte im Vergleich zu spontan entstandenen Schwangerschaften erhöht sind, nicht jedoch β -hCG-Werte bzw. deren Anstieg. Weiters ist darauf zu achten, daß heterotope Schwangerschaften, also die Kombination von intra- und extrauterinen Graviditäten, ungleich häufiger vorkommen und in die diagnostischen Überlegungen unbedingt miteinbezogen werden müssen. Leider ist die Existenz einer derartigen heterotopen Schwangerschaft mit gleichzeitigem Vorkommen einer Überstimulation vor Eintritt einer Ruptur gelegentlich undiagnostizierbar.
 
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