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Deibert P et al.  
Ernährungsempfehlungen für Sporttreibende - Gesundheitsvorteile auch für die Gesamtbevölkerung?

Journal für Ernährungsmedizin 2005; 7 (1) (Ausgabe für Österreich): 14-21

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Abb. 1: Verzehrsstudie Abb. 2: Nährstoffzufuhr - Energiezufuhr Abb. 3: Sport - Ernährung



Keywords: ErnährungsmedizinNahrungssupplementTraining

Ernährung und körperliche Aktivität sind miteinander verbunden. Zur ausreichenden Versorgung mit essentiellen Nährstoffen ist eine Gesamtkalorienaufnahme von ca. 3000 kcal/d wünschenswert, was jedoch auf der anderen Seite einen entsprechenden Energieumsatz in Form von körperlicher Aktivität voraussetzt. Andererseits beeinflußt die Nahrungszusammensetzung auch die körperliche Leistungsfähigkeit. Rasch verwertbare Kohlenhydrate während einer Belastung können die Ermüdung hinauszögern und auch die Auffüllung der Glykogenreserven nach Beendigung der Aktivität beschleunigen. Der Eiweißbedarf ist bei manchen Sportarten erhöht, so daß hier eine Zufuhr von 1,4 g Protein pro kg Körpergewicht empfohlen werden kann. Oftmals werden jedoch inadäquate Eiweiß-Supplementierungen mit einer Menge über 2 g Protein pro kg Körpergewicht durchgeführt, wofür es keine wissenschaftliche Rationale gibt. Für Nahrungsfette gilt, daß auch beim Sportler die Energiezufuhr in Form von Fett nicht über 30 % der Gesamtkalorienzufuhr liegen soll. Durch eine bewußte Auswahl der Fettsäuren über die Ernährung kann auch die muskuläre und immunologische Streßreaktion günstig beeinflußt werden. Eine ähnliche Wirkung versucht man durch die Zufuhr antioxidativer Vitamine zu erreichen, die Ergebnisse werden jedoch widersprüchlich diskutiert. Bisher fehlen konsistente Ergebnisse, die durch Supplementierung mit Vitaminen eine verbesserte Leistungsfähigkeit nachweisen. Auch in präventiver Hinsicht konnte für die Allgemeinbevölkerung ein Nutzen der Vitaminsupplementierung nicht erbracht werden. Für eine vegetabile Ernährungsweise sind diese Daten jedoch eindeutig vorhanden, wofür sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe verantwortlich gemacht werden. In Kenntnis dieser Zusammenhänge können Sportler individuell auch zu Fragen der Ernährung sinnvoll und leistungssteigernd beraten werden. Einige dieser Erkenntnisse können auch auf die Allgemeinbevölkerung zu deren Nutzen übertragen werden.
 
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