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Naumann CM et al.  
Diagnostik und Therapie des Peniskarzinoms

Blickpunkt der Mann 2005; 3 (3-4): 29-36

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Abb. 1a-d: Dynamische Sentinel-Lymphknotenexstirpation



Keywords: AndrologieOnkologiePeniskarzinomTherapieUrologie

Die wissenschaftliche Datenlage zum Peniskarzinom ist aufgrund des seltenen Vorkommens ungenügend, evidenzbasierte diagnostische und therapeutische Empfehlungen können daher nur eingeschränkt abgegeben werden. Der Goldstandard in der Therapie der Primärläsion ist die (partielle) Penektomie. Daneben existieren organerhaltende Strategien, deren onkologische Zuverlässigkeit noch nicht sicher bewiesen sind. Die Prognose des Peniskarzinoms wird durch das Ausmaß der lymphatischen Metastasierung und deren adäquater Therapie bestimmt. Kontroversen bestehen v. a. beim Vorgehen im klinisch unauffälligen Nodalstadium der Leisten, da zur Zeit keine nicht-invasive Methode existiert, welche zuverlässig eine Metastasierung ausschließt. Die höchste Zuverlässigkeit in der Bestimmung des Nodalstatus und der einzige kurative Therapieansatz im metastasierten Stadium des Peniskarzinom obliegt der inguinalen Lymphadenektomie. Diese ist allerdings mit einer hohen Morbidität assoziiert und bedeutet für viele Patienten eine Übertherapie. Dagegen ist die Nachbeobachtung der Leistenregionen zwar nicht invasiv, im Falle einer okkulten Metastasierung jedoch mit einer um ca. 50 % verminderten Überlebenswahrscheinlichkeit verbunden. Neuere Verfahren wie die Sentinel-Lymphknotenexstirpation werden nur in wenigen Zentren angewendet und sind für niedrige Tumorstadien noch nicht evaluiert. Das Peniskarzinom ist nur bedingt chemosensibel, Remissionen sind meist partieller Natur und von kurzer Dauer. Die Strahlentherapie findet ihre Anwendung lediglich beim Primärtumor.
 
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