Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Rau O et al.  
Stellenwert des Nativ-Spiral-CT in der Diagnostik von Ureterkonkrementen

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (1) (Ausgabe für Österreich): 14-16
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (1) (Ausgabe für Schweiz): 13-15
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (1) (Ausgabe für Deutschland): 12-14

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1: Harnleiterstein Abb. 2: Steinnachweis Abb. 3: Steinnachweis Abb. 4: Steinnachweis Abb. 5: Steinnachweis



Keywords: Nativ-Spiral-CTRadiologieStudieUrolithiasisUrologie

Die differentialdiagnostische Vorgehensweise bei Pat. mit einer Urolithiasis, insbesondere bei Pat. mit nicht schattengebenden Konkrementen im konventionellen Röntgen, ist oftmals schwierig. Wir evaluierten den Einsatz des Nativ-Spiral-CT in dieser Patientengruppe. Die Sensitivität und Spezifität variiert in der Literatur zwischen 80 und 100 %. Zwischen 4/99 und 11/04 führten wir bei 103 Patienten (Pat.) mit kolikartigen Flankenschmerzen, aber ohne Steinnachweis im konventionellen Röntgen, ein natives Spiral-CT durch. Zusätzlich verglichen wir mit dem korrespondierenden Ultraschall und der dazugehörigen Urinanalyse. Endpunkte unserer Untersuchung waren einerseits (A) der makroskopische Steinnachweis, entweder als spontan abgegangenes Konkrement oder nach interventioneller Bergung des Konkrementes, bzw. (B) kein Nachweis eines Konkrementes. Ein Steinnachweis ließ sich bei 55/103 Pat. führen. Bei 41/55 ließ sich mittels Spiral-CT das Konkrement bestätigen. Dies entspricht einer Spezifität von 75 %. 49 der 55 Pat. hatten zusätzlich eine Erythrozyturie und ebenfalls 49/55 zeigten im Ultraschall eine Dilatation des Nierenbeckenkelchsystems. Bei 48 Pat. von 103 wurden keine Konkremente gesichert. Bei 39 Pat. ließ sich in dieser Gruppe im Spiral-CT ebenfalls kein Konkrementnachweis führen, was einer Sensitivität von 82 % entspricht. Falsch positive Ergebnisse bei 9 Pat. ließen sich retrospektiv in der Auswertung der Spiral-CT’s auf Kalzifizierung benachbarter Strukturen zurückführen. Bei 34/48 wurde eine Erythrozyturie und bei 32/48 eine Dilatation des oberen Harntraktes diagnostiziert. Retrospektiv wurden diese Symptome auf eine infektiöse Mitbeteiligung des Retroperitonealraumes zurückgeführt. Zusätzlich ließ sich eine Raumforderung der Leber, eine Raumforderung im Bereich des proximalen Femur und drei Kolontumore sichern. Unsere Serie von Spiral-CT’s bei Pat. ohne Konkrementnachweis im konventionellen Röntgen zeigte eine Spezifität von 75 % bzw. eine Sensitivität von 82 %. Zur Zeit gibt es keine Untersuchungsmethode mit einer höheren Spezifität und Sensitivität als das Spiral-CT.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung