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Weber H et al.  
Der akute Herzinfarkt in Wien - eine Analyse aus dem Jahr 2002

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (5-6): 131-138

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Abb. 1: AMI - 2002 Abb. 2: AMI - Wohnort Abb. 3: KAV Abb. 4: AMI-Patient - Alter Abb. 5: AMI - Frauen Abb. 6: AMI - Liegedauer Abb. 7: AKH-Wien - AMI-Patient - Wohnort Zum letzten Bild



Keywords: HerzinfarktStatistikWien

Alle Patientinnen und Patienten, die im Jahr 2002 mit einem akuten Herzinfarkt (AMI: ICD-10 I-21) aus einem der Wiener Krankenhäuser des Krankenanstaltenverbundes entlassen wurden, wurden in einer Kohortenstudie nach Alter, Geschlecht, Wohnort, Aufnahmespital, Liegedauer und Entlassung bzw. Tod im Spital untersucht. 1676 Patienten (62 % Männer, 38 % Frauen) waren während dieses Zeitraums ein- oder mehrmals in stationärer Behandlung, sodaß diese Diagnose insgesamt 1844mal gestellt wurde. Die meisten Patienten kamen erwartungsgemäß aus Wien, vor allem aus dem bevölkerungsstärksten 10. Wiener Gemeindebezirk (13,3 % aller Wiener AMI-Patienten), 8,5 % aus den umliegenden Bundesländern Niederösterreich und Burgenland. Die Spitalsletalität war mit 14,3 % um 10,6 rel.% niedriger als der österreichische Durchschnitt, auch bei geschlechtsspezifischer Betrachtung, wenngleich unverändert bei Frauen, die durchschnittlich um 10 Jahre älter waren als Männer, die Spitalsletalität rund doppelt so hoch war (Männer 10,6 %, Frauen 20,4 %). Jedes Wiener Krankenhaus wies ein spezifisches Patientenkollektiv hinsichtlich Alter, Frauenanteil und Wohnort der Patienten auf, wobei dies nicht unbedingt mit der Ausstattung des Krankenhauses (Anzahl der Herzkatheterlabors) und der Liegedauer der Patienten korrelierte. Ferner konnten Krankenhäuser mit mehr regionalen und solche mit mehr überregionalen Aufgaben in der Infarktversorgung identifiziert werden. Die vorliegende Analyse gibt Einblick in die Verteilung der Patienten mit AMI in Wien, woraus sich aufgrund der zu erwartenden Bevölkerungsentwicklung gesundheitspolitische Konsequenzen vor allem hinsichtlich der lokalen Änderungen des Bedarfs der Patientenversorgung ergeben. Die Analyse wurde in der Zeit vor Einführung des Wiener Modells zur Akutversorgung der AMI durchgeführt, sodaß sie auch als Basis für eine Evaluierung dieses Modells herangezogen werden kann.
 
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