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Zeymer U, Senges J  
Wichtigste Ergebnisse, Nutzen und Limitationen von Registern bei Patienten mit akutem ST-Streckenhebungs-Myokardinfarkt in Deutschland

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (5-6): 150-153

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Abb. 1: STEMI - Reperfusionstherapie Abb. 2: STEMI - Zeitintervall Abb. 3: MITRA-Plus - Zeit Abb. 4: STEMI - Alter - Sterblichkeit Abb. 5: Therapiebausteine



Keywords: AKSDeutschlandStatistikSTEMITherapie

Die zur Zeit geltenden nationalen und internationalen Richtlinien zur Therapie der Patienten mit akutem Koronarsyndrom (AKS) orientieren sich vornehmlich an den Ergebnissen randomisierter klinischer Studien. Nun werden allerdings in randomisierte Untersuchungen meist nur selektionierte Patienten mit eher niedrigem Risiko eingeschlossen und Patienten mit hohem Risiko, wie Zeit nach Reanimation, kardiogener Schock, Niereninsuffizienz, Zeit nach Bypassoperation, Alter > 75 Jahre und Multimorbidität mit schwerwiegenden, nichtkardialen Begleiterkrankungen, in der Regel ausgeschlossen. Daher sind die Ergebnisse randomisierter Studien nur bedingt auf die Alltagspopulation übertragbar. Diese Lücke kann durch die Durchführung prospektiver Register gefüllt werden. In Deutschland werden seit Mitte der 90er Jahre kontinuierlich Herzinfarktregister durchgeführt. Hierin konnte gezeigt werden, daß durch eine Erhöhung des Anteils mit früher Reperfusionstherapie behandelnder Patienten und der Optimierung der adjuvanten Therapie eine Verbesserung der Prognose, insbesondere bei Risiko-Kollektiven erreicht werden kann. Daher können Register beim Vergleich einzelner Therapiestrategien sicherlich nicht randomisierte Studien ersetzen, jedoch überprüfen, ob die Ergebnisse randomisierter Studien im Klinikalltag nachvollziehbar sind und darüber hinaus Hypothesen für randomisierte Studien generieren. Prospektive klinische Infarkt-Register sind somit unverzichtbarer Bestandteil der klinischen Forschung und der Bemühungen zur Optimierung der Therapie von Patienten mit STEMI.
 
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