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Speidl WS et al.  
Bivalirudin - aus dem Forschungs- in das Herzkatheterlabor

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2006; 13 (5-6): 154-159

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Abb. 1: REPLACE-2-Studie Abb. 2: ACUITY-Studie Abb. 3: BAT - CACHET - REPLACE-1-Studie Abb. 4: REPLACE-2-Studie - Blutungskomplikation Abb. 5: REPLACE-2-Studie



Keywords: BivalirudinHeparinHORIZONS-StudieSTEMIStent

Bei akuten Koronarsyndromen und bei Koronarinterventionen spielt die Thrombusbildung eine zentrale Rolle. Bisher werden bei akuten Koronarsyndromen und bei Koronarinterventionen vor allem unfraktioniertes Heparin und niedermolekulare Heparine eingesetzt. Der direkte Thrombininhibitor Bivalirudin zeichnet sich im Gegensatz zu Heparinen vor allem dadurch aus, daß auch im Thrombus gebundenes Thrombin gehemmt werden kann, und daß Bivalirudin im Gegensatz zu den Heparinen nicht durch Plättchenfaktor-4 deaktiviert wird. Durch eine fehlende Bindung an Plasmaproteine kommt es zu einer stabileren Antikoagulation und durch den raschen Abbau durch endogene Peptidasen ist die Gefahr einer Kumulation bei Niereninsuffizienz viel geringer als bei niedermolekularen Heparinen oder anderen direkten Thrombininhibitoren. In mehreren multizentrischen, doppelblinden, randomisierten Studien an Patienten mit akuten Koronarsyndromen führte Bivalirudin vor allem zu einer Reduktion der Blutungskomplikationen bei vergleichbarem Effekt auf ischämische Ereignisse. Bivalirudin war vor allem bei Patientengruppen mit hohem Blutungsrisiko wie bei Patienten mit Niereninsuffizienz, Anämie, Diabetikern und bei Älteren überlegen. In einer derzeit noch laufenden Studie wird der Einsatz von Bivalirudin bei Infarkten mit ST-Hebung (STEMI, HORIZONS-Studie) untersucht.
 
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