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Schafhauser W et al.  
Wird die Inzidenz von Lymphknotenmetastasen durch Sentinel-Lymphknoten-Dissektion beim Prostatakarzinom erhöht?

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (2) (Ausgabe für Österreich): 11-14
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (2) (Ausgabe für Schweiz): 9-12
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2006; 13 (2) (Ausgabe für Deutschland): 9-12

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Abb. 1: Pelvine Lymphszintigramme Abb. 2: Lymphknotenmetastasen - SLND Abb. 3: LN-Metastasen



Keywords: NuklearmedizinOnkologieProstatakarzinomStudieUrologie

Fragestellung: Eine pelvine Lymphknotenmetastasierung ist von entscheidender Bedeutung für die Tumorprogression beim Prostatakarzinom. Unser Ziel war es festzustellen, ob die "Sentinel-Lymph-Node-Dissektion" (SLND) im Rahmen der radikalen retropubischen Prostatektomie (RRP) im klinischen Routinebetrieb machbar ist und ob durch sie ein höherer Prozentsatz an identifizierten und entfernten Lymphknotenmetastasen resultiert als bei der Standardlymphdissektion. Methode: Von September 2002 bis November 2004 wurde bei 162 Patienten (67 Jahre) mit Prostatakarzinom ohne Hinweis auf Metastasierung am Vortag der RRP in jeden Prostatalappen 0,6 ml 99mTechnetium-Nanokolloid (max. 150 MBq) transrektal ultraschallgesteuert appliziert. Anschließend wurde eine Lymphszintigraphie durchgeführt. Intraoperativ wurden neben der üblichen begrenzten pelvinen Lymphdissektion zusätzlich die szintigraphisch markierten Lymphknoten (SLN) mittels Gammasonde (C-Trak) aufgesucht und gezielt entfernt. Ergebnisse: Eine SLND war bei 161 Patienten möglich. 32 Patienten (19,8 %) zeigten Lymphknotenmetastasen. 39 % der Lymphknotenmetastasen fanden sich außerhalb des Standarddissektionsgebietes von Vasa iliaca externa und Fossa obturatoria. Schlußfolgerung: Die SLND im Rahmen einer RRP läßt sich mit akzeptablem Aufwand in den Routinebetrieb einer urologischen Klinik bei enger Kooperation mit Nuklearmediziner und Pathologen integrieren. Die Rate an identifizierten Lymphknotenmetastasen wird im Vergleich zur üblichen begrenzten pelvinen Lymphdissektion ohne SLN-Markierung deutlich erhöht.
 
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