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Zeller T et al.  
Belastungs-Duplexsonographie zur Verlaufskontrolle nach Arteria thoracica interna-Bypass auf den Ramus interventricularis anterior in MIDCAB-Technik: Beschreibung der Methodik und eigene Ergebnisse

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2006; 3 (4): 4-10

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Abb. 1: ATI-Bypass Abb. 2: Arteria thoracica interna Abb. 3a: Arteria thoracica interna Abb. 3b: Arteria thoracica interna Abb. 4: Arteria thoracica interna Abb. 4b: Arteria thoracica interna Abb. 4b: Bypassverschluß Zum letzten Bild



Keywords: Bildgebende DiagnostikBypassGefäßmedizinKardiologieStudie

Studienziel: Wir haben untersucht, ob es über die Bestimmung der systolischen (Vs) und diastolischen (Vd) Maximalflußgeschwindigkeiten und deren Quotienten (SDQ) unter Belastung möglich ist, eine Insuffizienz von Arteria-thoracica-Bypass auf den Ramus interventricularis anterior zu diagnostizieren. Die Patienten wurden in Ruhe sowie nach Volumen- (Azoulay-Test) und Fahrradergometerbelastung untersucht. Patienten und Methodik: Bei 55 Patienten (mittleres Alter 63 ± 10 Jahre, 7 Frauen, 48 Männer) wurde direkt postoperativ die Offenheit der ATI duplexsonographisch kontrolliert. Alle Patienten wurden postoperativ (40 Patienten, 73 %) oder im Verlauf (15 Patienten, 27 %) angiographiert. Bei 29/55 Patienten (52 %) wurde im Verlauf in Ruhe sowie unter Volumen- und Ergometerbelastung (25–75 W) Vs, Vd sowie deren Quotient SDQ bestimmt. Ergebnisse: Die Volumenbelastung führte zu einem signifikanten Anstieg der Vd von 41 ± 20 cm/s auf 49 ± 20 cm/s (p < 0,005), während Vs unverändert (54 ± 17 cm/s vs. 53 ± 21 cm/s; p = 0,64) blieb. Der SDQ fiel von 1,44 ± 0,46 auf 1,17 ± 0,45 (p < 0,001). Bei 6 Patienten mit einer angiographisch nachgewiesenen Bypass-Stenose kam es zu einem Anstieg des SDQ von 1,65 ± 0,5 auf 2,1 ± 0,7 (p < 0,03). Unter Fahrradergometerbelastung veränderten sich bei „Bypassgesunden“ alle 3 Parameter signifikant: SDQ Ruhe: 1,4 ± 0,46 vs. SDQ 75 W 1,1 ± 0,48, p = 0,04; Vs Ruhe 54 ± 17 vs. Vs 75 W 68 ± 18 cm/s, p < 0,001; Vd Ruhe 41 ± 19 vs. Vd 75 W 71 ± 27 cm/s, p < 0,001. Bei Patienten mit ATI-Bypass-Stenose zeigte sich unter allen Belastungsstufen bei der Fahrradergometerbelastung ein nicht-signifikanter Anstieg des SDQ (SDQ Ruhe 1,3 ± 0,7 cm/s vs. SDQ 75 W 1,9 ± 1,1 cm/s, p = 0,69). Schlußfolgerung: Nach MIDCAB-Operation führt eine Volumenbelastung über die Aktivierung der koronaren Flußreserve zu einem Abfall des SDQ bei funktionstüchtigen Bypässen, während er bei Bypassinsuffizienz ansteigt. Die Fahrradergometerbelastung führt zu einem stärkeren Anstieg von Vd auf höherer Belastungsstufe, ist aber zur Erkennung einer Bypassinsuffizienz entbehrlich.
 
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