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Klein GE  
Stentimplantation zur Behandlung intrakranieller Stenosen

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2007; 4 (1): 4-10

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Abb. 1: A. carotis interna - Stent Abb. 2: Mikroneurostent Abb. 3: A. basilaris - Stent Abb. 4: A. carotis interna - Stent Abb. 5: A. carotis interna - Stent Abb. 6: A. vertebralis - Stent Abb. 7: A. basilaris - Stent Zum letzten Bild



Keywords: AngiographieGefäßmedizinSchlaganfallStenoseStent

Für 8–10 % der Schlaganfälle sind intrakranielle Stenosen verantwortlich. In den 1980er Jahren wurde als Behandlungsmöglichkeit die Bypasschirurgie untersucht, die schlechtere Ergebnisse als die Aspirinbehandlung ergab. In der 2005 publizierten WASID-Studie wurden Warfarin und Aspirin verglichen, aufgrund der schwerwiegenden Nebenwirkungen der Warfaringabe war letztlich kein Benefit gegenüber der alleinigen Aspiringabe zu verzeichnen. Der Einsatz endovaskulärer Behandlungsmöglichkeiten, nämlich der perkutanen transluminalen Angioplastie und später der Stentimplantation, hat durch die Verbesserung der Technik und der Materialien zu akzeptablen Ergebnissen geführt, sodaß sie speziell für Patienten zunehmend angewandt werden, die gegenüber medikamentöser Behandlung refraktär sind. Die Ergebnisse der einzigen vorliegenden prospektiven Multicenter-Studie (SSYLVIA) für intrakranielle Stentbehandlung symptomatischer arteriosklerotischer Stenosen weist eine Schlaganfallsrate von 6,6 % innerhalb von 30 Tagen aus. Mit der Einführung neuer Technologien in Form des selbstexpandierbaren Stents scheint die endovaskuläre Behandlungsmöglichkeit einen weiteren Durchbruch erfahren zu haben. Aufgrund der Effizienz, sicheren Anwendbarkeit und niedrigen Komplikationsrate können die neuen selbstexpandierbaren Stents auch bei nicht-arteriosklerotischen Indikationen, wie der Behandlung von intrakraniellen Stenosen, auf dem Boden einer Dissektion oder zur Rekanalisation im Rahmen des akuten Schlaganfalls erfolgreich eingesetzt werden.
 
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