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Wiener H  
Pharmakokinetische und pharmakodynamische Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2008; 12 (2): 22-25

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Keywords: genderHypertoniePharmaka

Der vermehrte Nachweis klinisch relevanter geschlechtsspezifischer Unterschiede im Wirkprofil von Pharmaka erfordert eine spezifische Berücksichtigung bei der Pharmakotherapie weiblicher und männlicher Patienten. Es konnte gezeigt werden, dass weibliches Geschlecht ein Risikofaktor für unerwünschte Pharmakawirkungen ist. Physiologische Unterschiede, die Bioverfügbarkeit, Verteilung, Biotransformation und Elimination von Pharmaka beeinflussen, können Abweichungen im durchschnittlichen Körpergewicht, Körperfettanteil, in der Magenentleerungszeit, Plasmaproteinbindung, Funktion von Arzneistofftransportern und bei metabolisierenden Enzymen und Unterschiede in den Ausscheidungsfunktionen betreffen. Es gibt auch Beispiele für geschlechtsspezifische Unterschiede in der Pharmakodynamik von Arzneimitteln. Wirkungsunterschiede von Opioidanalgetika sind wahrscheinlich zurückzuführen auf geschlechtsspezifische Unterschiede auf Ebene der Opioidrezeptoren oder den Signalübertragungswegen. In ähnlicher Weise konnte gezeigt werden, dass weibliches Geschlecht auch ein Risikofaktor für arzneimittelinduzierte Torsade de pointes-Arrhythmien ist, wahrscheinlich zurückzuführen auf geschlechtsspezifische Unterschiede in der kardialen Repolarisation und den proarrhythmischen Effekten gewisser Pharmaka.
 
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