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Müller MJ  
Geschlechtsunterschiede beim Zusammenhang zwischen Depressivität und Positiv- oder Negativsymptomen bei Patienten mit akuten schizophrenen Störungen

Blickpunkt der Mann 2008; 6 (3): 29-33

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Keywords: genderPsychiatriePsychotherapieSchizophrenie

In einer klinischen Studie wurden geschlechtsspezifische Zusammenhänge zwischen depressiven Symptomen und anderen psychopathologischen und klinischen Variablen bei Patienten mit akuter schizophrener Störung während einer stationären Behandlung untersucht. Bei 119 Patienten wurden die Calgary Depression Rating Scale for Schizophrenia (CDSS), die Clinical Global Impression Scale (CGI) und die Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) in der klinischen Routine eingesetzt. Die Depressionswerte der 77 Männer und 42 Frauen (mittleres Alter 31,6 ± 10,3 Jahre) wurden mit klinischen und psychopathologischen Daten in Beziehung gesetzt und auf Geschlechtsunterschiede hin analysiert. Die mittleren CDSS-Werte (5,8 ± 5,6) und PANSS-Werte (Gesamtskala 76,9 ± 22,1, Positivsymptome 17,6 ± 7,6, Negativsymptome 20,5 ± 7,8) waren zwischen Männern und Frauen nicht signifikant verschieden. Bei Frauen waren die Depressionswerte unabhängig mit höherer Negativsymptomatik (p < 0,01) und niedrigerem Lebensalter (p < 0,05) assoziiert, während bei Männern vor allem deutliche Positivsymptome (p < 0,05) und eine kurze stationäre Behandlungsdauer (p < 0,05) die Hauptfaktoren waren, die mit einer höheren Depressivität einhergingen. Die geschlechtsspezifischen Assoziationen mit der vorhandenen Depressivität bei Patienten mit akuter schizophrener Störung können dazu beitragen, die Erkennung, Diagnotik und auch die Therapie dieser wichtigen Symptomkomponente zu verbessern.
 
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