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Graziadei I  
Hepatitis B und C: Neue Substanzen in der Therapie

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2008; 6 (3): 25-31

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Keywords: ClevudinEntecavirHepatitis BHepatitis CHepatologieTenofovirTherapie

Hepatitis B und C gehören weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten und stellen neben der Fettlebererkrankung die häufigsten Ursachen einer chronischen Lebererkrankung in der westlichen Welt dar. Seit kurzem stehen uns in der Behandlung der chronischen Hepatitis B neben Interferon zahlreiche neue Substanzen aus der Klasse der Nukleosid- und Nukleotid-Analoga zur Verfügung. Ihre direkte antivirale Aktivität ist höher als bei Interferon α, allerdings ist die antivirale Effektivität durch die Entstehung von Resistenzen limitiert. Die Nukleoside und Nukleotide der neueren Generation zeichnen sich im Vergleich zu den Substanzen der ersten Generation durch eine potentere antivirale Wirkung sowie eine geringere Resistenzentwicklung aus. Die Therapiedauer ist nicht exakt definiert. Neueste Ergebnisse sprechen jedoch für eine lebenslange Therapie. Die regelmäßige Kontrolle der HBV-DNA steht während der Therapie im Mittelpunkt. Die gegenwärtige Entwicklung direkt antiviral wirksamer Medikamente für die Therapie der chronischen Hepatitis C eröffnet neue Behandlungsmöglichkeiten nicht nur für Therapie-naive, sondern auch für Patienten, die auf die Standardtherapie, pegyliertes Interferon und Ribavirin, nicht angesprochen haben. Erste erfolgversprechende Daten aus kleineren Phase-I- und -II-Studien liegen für die Proteasehemmer Telaprevir und Boceprivir in Kombination mit pegyliertem Interferon und Ribavirin vor. Mit Spannung wird auf die Ergebnisse derzeit laufender multizentrischer Studien mit größeren Patientenzahlen gewartet.
 
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