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Winterhager E  
Regulatoren der Oozytenreifung und der Oozytenkompetenz

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2009; 6 (Sonderheft 1): 39-41

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Abb. 1: Oozytenqualität



Keywords: BMP15GDF9ImprintingKumuluszelleOozyte

Nur eine voll entwickelte, kompetente Oozyte kann zu einer erfolgreichen Schwangerschaft führen. Diese Kompetenz wird während der Follikelreifung durch viele Faktoren in einem definierten Zeitmuster erworben. Neben der bekannten hormonellen Regulation der Follikelreifung ist es vor allem die parakrine Kommunikation der Oozyte mit den Granulosazellen über GDF9 und BMP15, die diese Follikelreifung, insbesondere die Kumuluszellexpansion, bedingt. Involvierte Signalkaskaden – hauptsächlich über den SMAD-Signalweg – führen in den Kumuluszellen zur Expression von einem Set von Genen, die als Marker für die Oozytenkompetenz in Zukunft angewendet werden können. Außerdem könnte die Verwendung von GDF9 und BMP15 bei der In-vitro-Reifung der Follikel die Kompetenz solcher Oozyten erhöhen. Auch die direkte Zellkommunikation zwischen Oozyte und Kumuluszellen über Gap-junction-Kanäle scheint in der Entwicklung der Oozytenkompetenz für den Implantationsvorgang eine wesentliche Rolle zu spielen. Epigenetische Modifikationen der Oozyten-DNA sind während der Follikelentwicklung zeitlich streng determiniert und führen zu einem stabilen Imprinting nach der Befruchtung. Methoden der ART interagieren zum Teil mit diesen zeitlich und räumlich streng organisierten epigenetischen Methylierungsprozessen. Hormonelle Stimulation und Superovulation können daher zu fehlender Oozytenkompetenz, aber auch zu Krankheiten, die auf Imprintingdefekten beruhen, führen.
 
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