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Hierl J et al.  
Rekonstruktion mit Netz beim komplexen Prolaps der Frau: Was hilft es der Patientin wirklich?

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2010; 17 (2) (Ausgabe für Österreich): 16-18
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2010; 17 (2) (Ausgabe für Schweiz): 14-17

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Keywords: FrauGenitaldeszensusUrogynäkologieUrologie

Einleitung: Der komplexe Genitaldeszensus der Frau geht oftmals mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität (LQ) einher. Dennoch ist der Endpunkt der meisten klinischen Analysen rein anatomischer und funktioneller Natur. In der vorliegenden Untersuchung wurden die Einflüsse der operativen Rekonstruktion mit einem Netz prospektiv auf die LQ evaluiert. Patienten und Methoden: Bei insgesamt 111 Patientinnen mit Deszensus erfolgte zwischen 08/2005 und 12/2007 eine operative Versorgung mittels vaginaler Netzeinlage (anteriorer bzw. kompletter Mesh-Repair). Die LQ wurde prospektiv prä- und postoperativ anhand standardisierter LQ-Fragebögen erfasst. Ergebnisse: Präoperativ zeigte sich bei den Patientinnen eine signifikant reduzierte LQ gegenüber einem Normalkollektiv (p < 0,01). Bei 7 % der Patientinnen mit anteriorem, und bei 11 % mit komplettem Mesh-Repair lag postoperativ kein adäquates klinisches Ergebnis vor. In diesem Kollektiv zeigte sich kein signifikanter Unterschied in den LQ-Tests prä- und postoperativ. Bei gutem postoperativem Ergebnis zeigte sich in der Gruppe mit anteriorer Netzeinlage lediglich bei 45 % (p = 0,021), bei kompletter Netzeinlage nur bei 31 % (p = 0,041) eine signifikant verbesserte LQ. Bei kleiner Fallzahl und kurzem Nachbeobachtungszeitraum kann eine gültige Aussage bezüglich der LQ nach Deszensuschirurgie mit Netzeinlage jedoch noch nicht getroffen werden.
 
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