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Neuner T et al.  
Reduktion der Suizidraten der Männer durch das Bündnis gegen Depression

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2010; 11 (3): 42-45

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Abb. 1: Suizidraten Abb. 2: Suizidraten - Gender



Keywords: DepressionMannPsychiatriePsychosomatikSuizid

Für an Depression erkrankte Menschen besteht noch immer ein hoher Optimierungsbedarf hinsichtlich der korrekten Diagnosestellung und Behandlung. Insbesondere bei depressiven Männern ist von einer beträchtlichen Unterdiagnostizierung auszugehen: Einerseits werden männerspezifische Depressionssymptome gemäß dem Konzept der „Male Depression“ oft nicht erkannt, andererseits suchen Männer aber auch seltener professionelle Hilfe auf als Frauen. Zur Verbesserung der Früherkennung und Behandlung depressiv erkrankter Menschen führt das Regensburger Bündnis gegen Depression seit 2003 das bereits im Modellprojekt in Nürnberg bewährte Vier-Ebenen- Programm durch. Fünf Jahre nach dem Kampagnenstart wurden die Suizidraten der Stadt Regensburg vor und nach Etablierung des Regensburger Bündnisses gegen Depression im Vergleich zu den Suizidraten der Kontrollregionen Landkreis Regensburg und Landkreis Neumarkt sowie der Bundesrepublik Deutschland evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass es nur in der Interventionsregion zu einer signifikanten Abnahme der Suizidraten kam. Die Reduktion der Suizidrate lässt sich dabei auf eine signifikante Abnahme der Suizide von Männern zurückführen. Die Interventionsmaßnahmen scheinen damit auch die männliche Bevölkerung erreicht zu haben.
 
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