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Viereck V et al.  
Präoperative urogynäkologische Diagnostik

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2010; 17 (4) (Ausgabe für Österreich): 26-33
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2010; 17 (4) (Ausgabe für Schweiz): 28-35

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Keywords: MethodenPelvic-Floor-SonographieUntersuchungUrogynäkologie

Die präoperative urogynäkologische Diagnostik ist indiziert, wenn konservative Behandlungsmethoden patientenadaptiert ausgeschöpft sind und der Behandlungserfolg nicht befriedigt. Sie prüft mit spezifischen Untersuchungsmethoden, ob die Beschwerden einer operativen Behandlung zugänglich sind und gibt Empfehlungen ab, ob und wie operiert werden soll. Auch nimmt sie Stellung zu präoperativ notwendigen Behandlungen (z. B. Gewebevorbereitung, Infektsanierung) und zu erfolgsentscheidenden operationstechnischen Details. Die präoperative Diagnostik hat pathophysiologische Zusammenhänge zwischen Beschwerden, Untersuchungsbefunden und Operationsempfehlungen aufzuzeigen und muss darlegen, welche operativen Veränderungen der Morphologie (z. B. Inkontinenzoperation) die Funktion (Kontinenz) wieder herstellen können. Wenige gezielte Fragen über Art und Schweregrad der Beschwerden und eine klinische urogynäkologische Untersuchung mit situativ integrierter Zusatzdiagnostik wie Restharn, Hustentest, Infektsuche und Urethrasondierung erlauben eine erste Beurteilung. Dann folgen, je nach Befunden, gezielt apparative Untersuchungen wie Zystoskopie, Introitus-/Pelvic- Floor-Sonographie und eventuell eine Urethrozystotonometrie. Bei guter Ausrüstungen der urogynäkologischen Untersuchungseinheit können solch umfassende Abklärungen effizient, wirtschaftlich und für die Patientin wenig belastend durchgeführt werden. Präoperative urogynäkologische Untersuchungsberichte sind aber nur dann aussagekräftig, klinisch relevant und operativ umsetzbar, wenn sie auch kompetent sind, d. h. wenn sie auf einer großen Erfahrung des Untersuchers in urogynäkologischer Diagnostik, konservativer und operativer Therapie aufbauen
 
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