Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Wenzel R  
Hypertensive Notfälle und Nierenarterienstenose

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2011; 15 (1): 24-30

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz   




Keywords: NASTtherapieresistente Hypertonie

Bei therapieresistenter Hypertonie und hypertensiven Notfällen sollte vor allem an die häufigen Ursachen gedacht werden: mangelnde Compliance bzw. (häufiger) mangelnde Aufklärung und Unterstützung bei der Einnahme, inadäquate Therapie, Medikamenteninteraktionen, Niereninsuffizienz und Hyperaldosteronismus. Nierenarterienstenosen können vor allem bei jüngeren Menschen durch eine fibromuskuläre Dysplasie bedingt sein, bei älteren Menschen überwiegt die atherosklerotische Form. In jedem Fall ist ein medikamentöser Therapieversuch gerechtfertigt, dieser kann bei konsequenter Umsetzung bei einem Großteil der Patienten eine zufriedenstellende Blutdruckeinstellung bewirken. Indikationen zur Suche nach einer signifikanten Nierenarterienstenose sind u. a. schwere hypertensive Notfälle und das akute Lungenödem sowie eine plötzliche Verschlechterung der Nierenfunktion um > 30 % (v. a. nach Beginn einer Therapie mit einem ACE-Hemmer oder AT1- Antagonisten). Eine invasive Diagnostik und erst recht eine Intervention (PTA/STENT) sollten nur unter strengen Voraussetzungen erfolgen. Grund ist, dass sich in mehreren kontrollierten Studien bis zu 5 Jahre nach Intervention kein Benefit für die Nierenfunktion und nur eine minimale Einsparung an Antihypertensiva gezeigt hat. Im Falle einer Intervention muss der relative Druckgradient (Pd/Pa) gemessen und nur bei einer Ratio deutlich < 0,9 eine Intervention geplant werden.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung