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Muschitz Ch  
Der RANKL-Inhibitor als neue Therapie gegen Frakturen

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2011; 18 (2): 69-71

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Abb. 1: Signifikante Fraktursenkung



Keywords: DenosumabOsteoklasteninhibierungReduktion osteoporotischer Frakturen

Osteoporotische Frakturen stellen in den westlichen Industrienationen ein erhebliches Gesundheitsproblem dar, weil sie gravierende medizinische und ökonomische Folgen verursachen. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Regulation des Knochenstoffwechsels führten zur Entwicklung von Denosumab, einem neuartigen Wirkstoff zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose. Denosumab ist ein RANK-Ligand (RANKL-) Inhibitor. Durch die Bindung von Denosumab an RANKL wird RANKL daran gehindert, seinen Rezeptor RANK auf der Oberfläche von Osteoklasten und deren Vorläuferzellen zu aktivieren. Durch die Unterbrechung der RANKL/RANK-Interaktion wird die Bildung, die Funktion und das Überleben der Osteoklasten inhibiert und dadurch sowohl die Knochenresorption im kortikalen als auch im trabekulären Knochen vermindert. Mehrere klinische Phase- 3-Studien mit Denosumab belegen die Verbesserung der Knochendichte bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose. In einer großen Phase- 3-Studie (FREEDOM-Studie) bei fast 8000 Osteoporosepatientinnen wurde die fraktursenkende Wirkung von Denosumab > 3 Jahre untersucht. Die Daten nach 3-jähriger Behandlung zeigen im Vergleich zu einer Behandlung mit Placebo eine signifikante Verringerung des Frakturrisikos um bis zu 68 %. Dabei erwies sich die Therapie insgesamt als gut verträglich.
 
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