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Maier B et al.  
Zwei Kasuistiken: Neonatologisches Outcome nach Eizellspende bei Frauen jenseits des biologisch reproduktiven Alters - Ein Beitrag zur Debatte über Eizellspende in Österreich

Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2011; 5 (2) (Ausgabe für Österreich): 22-24
Journal für Gynäkologische Endokrinologie 2011; 5 (2) (Ausgabe für Schweiz): 18-20

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Keywords: Gestationspotenzialmütterliches AlterSchwangerschaftskomplikationen

In Zusammenschau mit der Literatur ist auch aus klinischer Sicht die Eizellspende eine wichtige Möglichkeit, um Frauen ohne eigene Eizellproduktion zu einem Kind zu verhelfen – allerdings nicht jenseits des biologisch reproduktiven Alters, da geburtshilfliche Komplikationen sowohl für die Frau als auch das Kind mit zunehmendem Alter bedrohlicher werden. Einleitung: Gespendete Eizellen stammen von jungen Spenderinnen, ihr genetisches Potenzial begünstigt eine Schwangerschaft, deshalb konzipieren auch ältere Frauen jenseits des biologisch reproduktiven Alters bei entsprechender hormoneller Vorbereitung. Ihr Gestationspotenzial, das Austragen einer Schwangerschaft und die Geburt verlaufen aufgrund altersbedingter vaskulärer Veränderungen mit Ausbildung von Plazentainsuffizienz oft problematisch. In Österreich ist die Eizellspende bisher verboten. Frauen mit Kinderwunsch auch jenseits des biologisch reproduktiven Alters lassen sich im benachbarten Ausland behandeln und entbinden dann in Österreich. Fallpräsentation: Wir präsentieren 2 Kasuistiken von Frauen nach Eizellspende jenseits des biologisch reproduktiven Alters in Hinblick auf Schwangerschaftsverlauf, Geburt und neonatologisches Outcome. In beiden Fällen kam es zu extremer Frühgeburtlichkeit und neonatologischer intensivmedizinischer Behandlung der Kinder, wobei ein Kind unter diesen Umständen eine relativ gute Entwicklung nahm, das andere geistig wie körperlich schwer behindert ist. Schlussfolgerung: Kasuistiken werfen nur einzelne Schlaglichter auf ein klinisches Problem. Die Eizellspende ermöglicht auch jenen Frauen schwanger zu werden, die selber keine Eizellen entwickeln können, aber imstande sind, eine Schwangerschaft auszutragen. Frauen jenseits des biologisch reproduktiven Alters sind durch eine Schwangerschaft besonderen Gefährdungen ausgesetzt, dasselbe gilt für ihre Kinder. Nicht die Eizellspende per se bzw. die Art der Konzeption, sondern das mütterliche Alter, das problematische Gestationspotenzial der älteren Frau, ist das Hauptproblem.
 
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