Die Fortbildungsunterlagen entstammen dem EKG-Explorer in: Weinrauch V et al. (Hrsg). CD-ROM Kardiologische Notfälle in der Praxis. Verlag Krause & Pachernegg GmbH, 1999. EKG-Übungsbeispiele zum Thema Vorhofflattern Übersicht | ||||||||||||||||
Abbildung 7: VHFla (7) Kennzeichen: QRS-Komplexe schlank - gleichmäßig; P-Wellen nicht vorh.- dafür Sägezahnmuster; oft 2:1 oder 3:1 Überleitung; TYP 1 "klassisches VHFla: neg. Flatterwellen in II, III, avF-Sägezahnwellen in V1, Flatterfrequenz 250-350/min; TYP 2: Achse der Flatterwelle nicht eindeutig identifizierbar; Flatterfrequenz 350-450/min. Diagnose: Vorhofflattern Bemerkung: Gefahr der 1:1-Überleitung (z. B. bei Chinidin oder Betamimetika. Bei 2:1-Überleitung werden die Flatterwellen oft erst durch Karotisdruck demaskiert. Frequenzbereich der Kammer in der Regel 130-160 pro Minute. Therapie: prinzipiell gleich wie beim Vorhofflimmern. Verapamil, Digitalis, Betablocker, Sotalol, Amiodaron, Valsalva- und/oder Karotisdruckversuch, VHFla bei WPW - sofortige Kardioversion (akute Gefahr von KaFla und KaFli). CAVE! Liegt bei akutem VHFla auch bradykarde Ventrikelfrequenz vor, oft zustätzlich AV-Leitungsstörungen vorhanden - hier eher keine negativ dromotropen Substanzen! CAVE! VHFla kann Ausdruck eines Sinusknotensyndroms sein - Gefahr einer Sinusknotenasystolie oder kritischer Sinusbradykardie - strenge Indikationsstellung zur medikamentösen Therapie. |
Abbildung 7: VHFla (7)
Kennzeichen: QRS-Komplexe schlank - gleichmäßig; P-Wellen nicht vorh.- dafür Sägezahnmuster; oft 2:1 oder 3:1 Überleitung; TYP 1 "klassisches VHFla: neg. Flatterwellen in II, III, avF-Sägezahnwellen in V1, Flatterfrequenz 250-350/min; TYP 2: Achse der Flatterwelle nicht eindeutig identifizierbar; Flatterfrequenz 350-450/min. Diagnose: Vorhofflattern Bemerkung: Gefahr der 1:1-Überleitung (z. B. bei Chinidin oder Betamimetika. Bei 2:1-Überleitung werden die Flatterwellen oft erst durch Karotisdruck demaskiert. Frequenzbereich der Kammer in der Regel 130-160 pro Minute. Therapie: prinzipiell gleich wie beim Vorhofflimmern. Verapamil, Digitalis, Betablocker, Sotalol, Amiodaron, Valsalva- und/oder Karotisdruckversuch, VHFla bei WPW - sofortige Kardioversion (akute Gefahr von KaFla und KaFli). CAVE! Liegt bei akutem VHFla auch bradykarde Ventrikelfrequenz vor, oft zustätzlich AV-Leitungsstörungen vorhanden - hier eher keine negativ dromotropen Substanzen! CAVE! VHFla kann Ausdruck eines Sinusknotensyndroms sein - Gefahr einer Sinusknotenasystolie oder kritischer Sinusbradykardie - strenge Indikationsstellung zur medikamentösen Therapie. |
