| Sievers C |
|---|
|
Neurologische und psychiatrische Symptome bei Patienten mit Hypophysenadenomen Journal für Klinische Endokrinologie und Stoffwechsel - Austrian Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism 2012; 5 (2): 12-14 Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Prävalenz – Neuropsychiatrische Probleme bei Hypophysenerkrankungen sind sehr häufig. – Besonders häufig kommen Depressionen, Schmerzsyndrome und Schlafstörungen vor. Diagnostik – Problematisch ist die Diagnostik durch Überlappung der Symptomatik mit den Grunderkrankungen. – Damit gibt es Probleme der Zuständigkeit bei Diagnostik und Therapie bedingt durch die interdisziplinäre Fragestellung. Therapie – Biochemische Kontrollen und eine optimierte Substitution ändern die Situation oft nicht. – Gleichzeitig ergeben sich jedoch auch Probleme durch die schlechtere Wirksamkeit der psychiatrischen Medikation. Folgen – Dadurch kommt es zu einer suboptimalen Behandlung neuropsychiatrischer Komorbiditäten bei Patienten mit Hypophysenerkrankungen. – Diese führt letztendlich zu einer Belastung der Arzt- Patienten-Beziehung und einer erhöhten Inanspruchnahme des Gesundheitssystems. Vorschläge – Großzügiges Screening (z. B. auch mit standardisierten Instrumenten, wie dem WHO-5-Fragebogen im Wartezimmer). – Gegebenenfalls Anbehandlung von leichten Formen der Depression, Schlafstörungen oder Schmerzsyndrome. – Großzügige Indikation zur Überweisung von Patienten an Neurologen, Psychiater, Schlaflabore und Schmerzsprechstunden etc. – Gutes Netzwerk mit psychiatrischen/neurologischen Fachkollegen anstreben für individualisierte Therapie (Vorhalten von Kontaktdaten etc.) |
