| Aigner M |
|---|
|
News-Screen Psychiatrie Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2022; 23 (2): 76-80 Volltext (PDF) Praxisrelevanz Cannabinoide sind offensichtlich sowohl in Querschnittstudien und mehr noch in Längsschnittstudien mit selbstverletzendem Verhalten assoziiert. Emotionelle Faktoren und Impulskontrolle können diese Korrelation modulieren. In den letzten Jahren haben sich der therapeutische Gebrauch und illegale Missbrauch von Canabinoiden vermehrt, parallel dazu hat das selbstverletzende Verhalten zugenommen. Tiermodelle unterstützen die Hypothese einer Cannabinoid-induzierten Analgesie, allerdings muss hier gut zwischen den unterschiedlichen Cannabinoiden differenziert werden. Die Korrelation von Analgesie und Selbstverletzung überrascht nicht, in Querschnittstudien kann natürlich keine Kausalität geprüft werden. Letztendlich wird der alte Satz von Paracelsus seine Gültigkeit behalten: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht es, dass ein Ding kein Gift sei. |
