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Praxisrelevanz
Bernhofer L et al.
Intoxikation mit Ethylenglykol – „mind the gap“ // Intoxication with ethylene glykol – mind the gap!

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2023; 24 (3): 82-86

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Eine Ethylenglykolvergiftung ist unbehandelt lebensbedrohlich. Da schwere zerebrale und andere Endorganschäden bei umgehender Durchführung der spezifischen Therapie reversibel sein können, ist eine rasche Diagnose entscheidend.
Bei Koma unklarer Genese und fehlender Anamnese sind laborchemisch die drei „Lücken“ – osmotische Lücke, schwere metabolische Azidose mit Anionenlücke und stark erhöhter Laktatwert/ „Laktatlücke“ – wegweisend. Bildgebend ist ein symmetrisches vasogenes Hirnödem in Basalganglien, Thalami und Hirnstamm charakteristisch, auch Diffusionsrestriktionen und Blutungen sind möglich.
Bei entsprechendem Verdacht wird aufgrund der zeitabhängigen Toxizität ein umgehender Therapiebeginn empfohlen. Unsere Kasuistik zeigt, dass auch ein schwerstes Zustandsbild mit Koma, epileptischem Anfall, ausgedehntem Hirnödem und akutem Nierenversagen bei rechtzeitiger und adäquater Therapie vollständig reversibel ist.
 
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