| Sturm W, Kirchmair R |
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Raynaud-Phänomen Zeitschrift für Gefäßmedizin 2010; 7 (3): 11-14 Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Abbildungen – Die scharf abgrenzbare, kälteassoziierte weiße oder livide Verfärbung der Finger (Raynaud-Phänomen) wird durch Vasokonstriktion der kleinen Digitalarterien verursacht. – Eine wichtige Differentialdiagnose ist die Akrozyanose (livide Verfärbung der Akren, Irisblendenphänomen, nicht auf die Finger beschränkt). – Anamnese, Status, Kapillarmikroskopie und Basislabor inkl. BSG und ANA ermöglichen häufig bereits im Vorfeld eine treffsichere Unterscheidung zwischen dem häufigeren primären (> 80 %) und dem sekundären Raynaud- Phänomen. – Neben allgemeinen Maßnahmen wie Schutz vor Kälte und Nässe stehen als medikamentöse Therapieoptionen vasodilatierende Substanzen (in erster Linie Kalziumkanalblocker) und in schweren Fällen mit akralen Läsionen Prostaglandine und der Endothelinantagonist Bosentan zur Verfügung. |
