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Sexualleben und Kinder - zwei göttliche Geschenke an den Menschen. Jüdische Sicht auf die aktuelle Fortpflanzungsmedizin Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2011; 8 (Sonderheft 2): 36-40 Volltext (PDF) Summary Keywords: Abtreibung, Familienplanung, Halacha, In-vitro-Fertilisation, IVF, jüdische Medizinethik, Keimzellenspende, PID, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, Reproduktionsmedizin, Sexualität Bereits in der Bibel werden die Lust an der Sexualität im Rahmen einer festen heterosexuellen Beziehung und die Fortpflanzungsverpflichtung, jede für sich, als Gottesgeschenke dargestellt. Sie mit den Mitteln des menschlichen Wissens zu unterstützen, ist daher Pflicht. Die Halacha, die sich laufend weiter entwickelnden Aspekte Recht und Ethik des traditionellen (orthodoxen) Judentums, stellt sich den Herausforderungen der modernen Bio- und Medizinwissenschaften und versucht, Antworten auf aktuelle, teilweise kontrovers diskutierte Entwicklungen auch in diesen Bereichen zu geben. Ausgehend vom unendlichen Wert menschlichen Lebens und seiner Heiligkeit ab der Zeugung, und gleichzeitig dem Vorrang des geborenen vor dem sich entwickelnden Leben, werden – immer fallbezogen – Entscheidungen zur unterstützenden wie verhindernden Fortpflanzungsmedizin von rabbinischen Autoritäten unter Beiziehung von Ärzten getroffen. Auf Basis der Bibel und der mündlichen Lehre sowie Rechtssprüchen späterer Generationen werden unter Berücksichtigung des jeweiligen Standes wissenschaftlicher Erkenntnisse mithilfe der traditionellen Hermeneutik Antworten auf aktuell herangetragene Fragen beantwortet. Dabei stehen immer die körperliche wie auch die psychische Gesundheit der Mutter und zum Teil auch des Vaters im Mittelpunkt der Überlegungen. Der gegenständliche Artikel skizziert die Überlegungen und, anhand einiger Beispiele, die Ergebnisse dieses Vorgangs. |
