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Höbaus C, Schernthaner GH  
Das diabetische Fußsyndrom aus der Sicht der Angiologie // Diabetic foot syndrome from an angiological point of view

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2021; 18 (3): 12-15

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Abb. 1: Fußulzeration



Keywords: AmputationDiabetisches Fußsyndromperiphere arterielle VerschlusskrankheitRevaskularisationUlzeration

Patients with diabetes suffer a 15% lifetime risk to develop a diabetic foot syndrome (DFS). The DFS is caused by a combination of neuropathy, arthropathy, ulceration, infection and angiopathy. Vascular lesions are primarily located in the lower leg and associated symptoms are often disguised by concomitant neuropathy (reduced pain sensation). This situation results in a fivefold elevated amputation risk. Patients with peripheral artery disease (PAD) and diabetes should thus be consequently screened for the presence of the other comorbidity. The implementation of a multimodal pharmacotherapy for diabetes and PAD reduces future events. The occurrence of an ulceration should lead to relief of pressure in patients with primarily neuropathic DFS. Ulceration due to ischemia must be urgently revascularized to avert the risk of subsequent amputation.
Kurzfassung: Patientinnen und Patienten mit Diabetes haben ein ca. 15 % Lebenszeitrisiko, ein diabetisches Fußsyndrom (DFS) zu entwickeln. Das DFS entsteht durch eine Kombination aus Neuropathie, Osteo-Arthropathie, Ulzerationen, Infektionen und Angiopathie. Die Angiopathie liegt typischerweise im Unterschenkelbereich vor und ist oft durch eine gleichzeitig vorhandene Neuropathie maskiert (reduzierte Schmerzwahrnehmung). Dies führt zu einem fünffach erhöhten Amputationsrisiko. Es sollte daher ein konsequentes Screening bei Patientinnen und Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) oder Diabetes nach der jeweils anderen Komorbidität erfolgen. Es ist eine multimodale Pharmakotherapie zur Behandlung des Diabetes und der PAVK zur Reduktion von zukünftigen Ereignissen erforderlich. Beim Auftreten von Ulzerationen primär neuropathischer Komponenten soll eine konsequente Druckentlastung erfolgen. Bei ischämischer Genese steht jedoch die rasche Revaskularisation zum Fußerhalt im Vordergrund.
 
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